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Das Peloton ist das Hauptfeld eines Radrennens. Hier erfährst Du, was der Begriff auf Deutsch bedeutet, wie viel Kraft Fahrer im Windschatten sparen und welche Taktik hinter Ausreißern, Windkanten und Positionskämpfen steckt.
Das Peloton bezeichnet im Straßenradsport das Hauptfeld – die große, dicht gedrängte Gruppe von Fahrern, die sich während eines Rennens gemeinsam bewegt. Wer weder ausgerissen noch abgehängt ist, fährt im Peloton. Im deutschen Radsportjargon spricht man auch einfach vom Feld.
Der Begriff stammt aus dem Französischen und wird auch dort ausgesprochen: etwa „Pe-lo-tong“ mit nasalem Ende. Peloton ist die Verkleinerungsform von pelote – „Knäuel“ oder „Ball“ – und bedeutet wörtlich „kleines Knäuel“. Im Militär bezeichnet peloton außerdem einen Zug, also eine kleine Einheit. Beide Bilder passen: Das Fahrerfeld bewegt sich wie ein dichtes Knäuel und fährt trotzdem geordnet als Einheit.
Auf Deutsch heißt das Peloton Hauptfeld, Feld oder Fahrerfeld. Häufig liest man auch die falsche Schreibweise „Peleton“.
Der wichtigste Grund ist der Windschatten. Bei Renngeschwindigkeiten entfällt der größte Teil des Fahrwiderstands auf den Luftwiderstand. Wer hinter oder zwischen anderen Fahrern fährt, spart deshalb enorm Energie – das nennt man Drafting. Mehr zu den physikalischen Grundlagen findest Du im Lexikonartikel Aerodynamik.
Wie groß der Effekt ist, hat ein Forschungsteam um Bert Blocken 2018 mit Computersimulationen und Windkanaltests für ein Feld aus 121 Fahrern untersucht: Im mittleren und hinteren Teil des Pelotons sinkt der Luftwiderstand auf nur noch 5 bis 10 Prozent dessen, was ein Fahrer allein aufbringen müsste. Ältere Schätzungen waren von 50 bis 70 Prozent ausgegangen.
Weil der Luftwiderstand mit dem Quadrat der Geschwindigkeit wächst, heißt das: Rollt das Feld mit 54 km/h, spüren Fahrer in der Mitte ungefähr so viel Gegenwind wie bei einer Solofahrt mit 12 bis 17 km/h.
Im Peloton fahren oft über 150 Fahrer mit wenigen Zentimetern Abstand bei Geschwindigkeiten von 50 km/h und mehr. Schon ein kleiner Fahrfehler kann einen Massensturz auslösen. Deshalb gelten ungeschriebene Regeln:
Das nötige Radgefühl für die enge Fahrt im Feld beschreibt der Beitrag über Steuerungsfähigkeit im Radsport.
Bei der Tour de France, dem Giro d’Italia und der Vuelta starten meist rund 170 bis 185 Profis. Das Peloton bestimmt den Renntakt, und der Zeitabstand zum Hauptfeld entscheidet über die Gesamtwertung:
Auch außerhalb des Profiradsports sprechen Radfahrer vom Peloton – etwa bei Jedermannrennen und Amateurligen, bei Gran Fondos oder großen Gruppenausfahrten. Die Regeln sind dieselben: gleichmäßig fahren, vorausschauend bremsen und Hindernisse anzeigen. Worauf Du beim Fahren in der Gruppe achten solltest, liest Du in unserem Ratgeber.
Auch beim virtuellen Gruppentraining auf dem Rollentrainer ist oft vom Peloton die Rede. Und wer draußen im Feld mitfahren will, findet in der Übersicht der MYVELO Rennräder aerodynamische Modelle wie das Verona.
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