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Wenn man an die Tour de France denkt, hat man sofort Bilder von glorreichen Siegern, packenden Sprintduellen und triumphalen Einfahrten auf der Champs-Élysées im Kopf. Die Tour de France ist das härteste Radrennen der Welt. Jeder spricht vom Gelben Trikot. Doch es gibt noch ein anderes Symbol mit großer Strahlkraft: die „Rote Laterne“ – das Schlusslicht der Gesamtwertung. Und auch hier beginnt Heldentum.
Von Vincent Augustin |
2 Minuten Lesedauer
Der Begriff stammt ursprünglich aus der Eisenbahnwelt: Am Ende eines Zuges hing früher eine rote Laterne, um zu signalisieren, dass kein Waggon fehlt. Übertragen auf die Tour de France bezeichnet man mit der „Lanterne Rouge“ den Fahrer, der nach der letzten Etappe den letzten Platz in der Gesamtwertung belegt.
Doch wer denkt, dieser Platz sei ein Symbol des Scheiterns, irrt gewaltig. Denn die Tour zu beenden – ganz gleich auf welchem Platz – ist bereits eine Heldentat.

Viele Radsportfans wissen: Nur ein Bruchteil der Starter erreicht Paris. Die Strapazen der Berge, das hohe Tempo im Flachen, Windstaffeln, Stürze und Zeitlimits – all das fordert seinen Tribut. Wer sich über drei Wochen durchbeißt, hat mehr Durchhaltevermögen als viele andere, selbst wenn er täglich Minuten oder Stunden verliert.
Die „Rote Laterne“ ist somit ein Symbol für Zähigkeit, Kampfgeist und Beharrlichkeit. Kein Wunder also, dass manche Fahrer sogar bewusst den letzten Platz anstreben, weil er mediale Aufmerksamkeit bringt – und manchmal auch höhere Antrittsgelder bei späteren Kriterienrennen.
Einige Namen sind unvergessen:
Wim Vansevenant aus Belgien ist der einzige Fahrer, der drei Mal in Folge (2006–2008) die Tour als Letzter beendete.
Abdel-Kader Zaaf, ein algerischer Fahrer aus den 1950er Jahren, wurde zur Legende, als er nach einem hitzebedingten Schwächeanfall angeblich in die falsche Richtung fuhr – auch wenn diese Anekdote inzwischen als Mythos gilt.
Sébastien Chavanel, Bruder von Sylvain Chavanel, trug die rote Laterne 2015 – und sagte später, er sei stolz, es überhaupt nach Paris geschafft zu haben.

Einige Fahrer nutzten die Position ganz bewusst. Warum? Wer zu weit hinten im Klassement liegt, wird oft von der Konkurrenz nicht mehr als Gefahr angesehen – und bekommt so mehr Freiheiten für Ausreißversuche. Außerdem kann der letzte Platz, wie bereits erwähnt, medienwirksam sein – gerade für kleinere Teams, die um Aufmerksamkeit kämpfen.
Wer sich über den letzten Platz lustig macht, hat die Tour nicht verstanden. Während manch ein Mitfavorit nach einem Sturz oder aus Erschöpfung das Rennen verlässt, fährt der Träger der roten Laterne Tag für Tag weiter – trotz Rückstand, Schmerzen und manchmal fehlender Teamunterstützung.
Er ist der Beweis, dass es beim Radsport nicht nur um Siege geht, sondern auch um das Durchhalten und Kämpfen bis zur letzten Etappe.
Die „Rote Laterne“ erzählt eine wichtige Geschichte: Wer durchhält, verdient Respekt – ganz egal, auf welchem Platz.
Die Tour de France lebt nicht nur von ihren Siegern, sondern auch von denen, die im Schatten der Großen fahren. Sie sind es, die zeigen, wie hart, ehrlich und menschlich der Radsport sein kann. Und sie erinnern uns daran, dass man manchmal mehr gewinnt, wenn man einfach nur nicht aufgibt.
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