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Passo dello Stelvio: Der heilige Gral des Rennradfahrens

Für viele Rennradfahrer ist der Passo dello Stelvio mehr als nur ein Bergpass – er ist eine Ikone, ein Muss auf der Liste der epischen Herausforderungen und ein Ort, der die Grenze zwischen Leidenschaft und Wahnsinn verschwimmen lässt. Mit seinen 48 Kehren auf der Nordrampe und einer Höhe von 2.757 Metern ist der Stelvio der zweithöchste asphaltierte Pass der Alpen und ein unvergleichliches Abenteuer.

Von Vincent Augustin  |  3 Minuten Lesedauer

Passo dello Stelvio
Über den Autor Vincent Augustin

Vincent hat MYVELO gemeinsam mit Fabian gegründet. Die beiden verbindet eine langjährige Leidenschaft zum Radsport. Gemeinsam sind sie tausende von Kilometern gefahren und haben in der Rennrad-Bundesliga um Siege gekämpft. Aus der langjährigen Erfahrung und dem Wissen, was ein gutes Fahrrad ausmacht, ist die Idee entstanden, MYVELO zu gründen. Jetzt mehr zu MYVELO erfahren

Veröffentlicht: 9. Februar 2025  |  Aktualisiert: 5. Juni 2025

Die Fakten: Zahlen, die beeindrucken

  • Höhe: 2.757 m
  • Länge der Nordrampe: ca. 24,3 km
  • Höhenunterschied: 1.808 m
  • Maximale Steigung: 15 %
  • Anzahl Kehren: 48 auf der Nordrampe

Der Pass verbindet das italienische Veltlin mit dem Südtiroler Vinschgau und beeindruckt nicht nur durch seine schiere Höhe, sondern auch durch die grandiose Landschaft, die sich entlang der Strecke entfaltet.

Der Mythos Stelvio: Geschichte und Giro d’Italia

Der Stelvio hat eine lange Tradition im Radsport und war bereits mehrmals eine entscheidende Etappe des Giro d’Italia. Seit der ersten Überquerung beim Giro 1953, bei der Fausto Coppi eine legendäre Attacke lancierte, gilt der Stelvio als Prüfstein für Profis und Amateure gleichermaßen. Die Kombination aus Höhenmetern, dünner Luft und der Herausforderung der Serpentinen macht diesen Pass zu einem echten Prüfstein.

Die drei Rampen: Welche wählst Du?

Es gibt drei Hauptrouten, um den Stelvio zu erklimmen:

  1. Die Nordrampe von Prad am Stilfserjoch (Südtirol):
    • Die beliebteste Strecke. Die 48 Kehren sind legendär und bieten bei jeder Biegung eine andere Perspektive auf die umliegenden Berge.
  2. Die Ostrampe von Bormio (Lombardei):
    • Etwas kürzer, aber technisch anspruchsvoll, besonders durch die langen Galerien und Tunnel. Die Aussicht auf das Ortler-Massiv ist spektakulär.
  3. Die Südrampe über den Umbrailpass (Schweiz):
    • Die ruhigste Variante, die sich perfekt mit der Nordrampe zu einer Rundtour kombinieren lässt.

Vorbereitung: Was Du wissen musst

Der Stelvio verlangt nicht nur Deinem Rennrad alles ab, sondern auch Dir. Eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel:

  • Fitness: Du solltest mit längeren Anstiegen vertraut sein und über eine solide Grundkondition verfügen.
  • Equipment: Leichte Übersetzungen (z. B. 34/30) sind essenziell, um den steilen Abschnitten gerecht zu werden.
  • Kleidung: Selbst im Hochsommer können die Temperaturen auf über 2.000 Metern unangenehm kalt sein. Eine winddichte Jacke ist Pflicht.
  • Ernährung: Genügend Wasser und Energiegel helfen, die Kräfte über die Stunden zu bewahren.

Welches Rad ist für den Stelvio geeignet?

Der Passo dello Stelvio verlangt ein Rennrad, das sowohl leicht als auch robust ist. Ein optimales Setup umfasst eine Übersetzung von 52-36 vorne und einer Kassette mit 11-34 Zähnen hinten – so kannst Du die steilen Abschnitte effizient meistern und dennoch auf den flacheren Passagen Geschwindigkeit aufbauen. Zuverlässige Bremsen sind essenziell für die technisch anspruchsvollen Abfahrten. Ein Rennrad wie das MYVELO Tourmalet, das für anspruchsvolle Bergtouren konzipiert wurde, bietet genau die Balance aus Performance, Komfort und Kontrolle, die Du für diese epische Herausforderung benötigst.

Bei MYVELO sind wir übrigens so begeistert vom Stelvio, dass wir ebenfalls eines unserer E-MTB Fullys danach benannt haben.

Die Belohnung: Adrenalin und Aussicht

Stilfser_Joch

Oben angekommen, wirst Du mit einer Aussicht belohnt, die ihresgleichen sucht. Das Panorama reicht bis zu den Gipfeln des Ortlers, und die Serpentinen, die Du bezwungen hast, wirken aus der Vogelperspektive fast surreal. Der Abstieg ist nicht weniger aufregend und erfordert volle Konzentration – aber auch hier wirst Du die Faszination des Stelvio spüren.

Fazit: Ein Muss für jeden Rennradfahrer

Der Passo dello Stelvio ist nicht nur ein Test für Deine Beine, sondern auch für Deinen Geist. Die Kombination aus körperlicher Anstrengung, landschaftlicher Schönheit und der Geschichte dieses Passes macht jede Fahrt unvergesslich. Egal, ob Du ihn einmal in Deinem Leben bezwingen möchtest oder regelmäßig zurückkehrst – der Stelvio wird Dich immer wieder in seinen Bann ziehen.

Planst Du Deine Tour auf den Stelvio? Welche Route reizt Dich am meisten? Teile Deine Erfahrungen und Tipps in den Kommentaren!

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