Amacx Energy Drink 1kg
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Du kannst perfekt trainiert sein – aber wenn du zu wenig trinkst, sinkt deine Leistung rapide. Flüssigkeitsmangel betrifft nicht nur dein Tempo, sondern auch Konzentration, Koordination und die Herzfrequenz. Gerade auf langen Touren oder bei Hitze ist das richtige Trinkverhalten entscheidend.
Von Vincent Augustin |
3 Minuten Lesedauer
In diesem Artikel erfährst du, wie du deinen Flüssigkeitsverlust erkennst, wie viel du wirklich trinken solltest – und wie du nach der Fahrt optimal rehydrierst.
Beim Schwitzen verlierst du nicht nur Wasser, sondern auch Elektrolyte wie Natrium, Kalium und Magnesium. Schon 2 % Gewichtsverlust durch Schwitzen können zu folgenden Problemen führen:
verringerte Ausdauerleistung
erhöhter Puls bei gleicher Belastung
Konzentrationsprobleme
Krämpfe oder Kopfschmerzen
gesteigertes Risiko für Überhitzung
Wer also leistungsfähig bleiben will, sollte nicht nur „irgendwann“ trinken – sondern strategisch und regelmäßig.
Das hängt von Temperatur, Intensität, Dauer und persönlicher Schwitzrate ab. Als Faustregel gilt:
Je nach Bedingungen verliert man beim Rennradfahren zwischen 0,5 bis 1,5 Liter pro Stunde.
Wenn du es genau wissen willst, kannst du deine Schweißrate so ermitteln:
Vor der Fahrt wiegen (nackt)
Fahren (ohne währenddessen zu trinken)
Danach wiegen
1 kg Gewichtsverlust = 1 Liter Schweißverlust
Tipp: Teste das an einem warmen Tag bei mittlerer Belastung – so hast du einen Richtwert für deinen Flüssigkeitsbedarf.
Das Ziel ist, möglichst viel vom Flüssigkeitsverlust auszugleichen – ohne dabei den Magen zu überfordern.
500–1000 ml pro Stunde
alle 15–20 Minuten 2–3 Schlucke trinken
bei großer Hitze oder hoher Intensität: 1 Flasche (750 ml) pro Stunde
Wichtig: Nicht auf Durst warten! Das Durstgefühl hinkt dem tatsächlichen Bedarf hinterher – besonders beim Sport.
Klares Wasser reicht oft nicht aus, vor allem bei längeren Touren. Ein gutes Sportgetränk enthält:
Wasser (Flüssigkeitsträger)
Kohlenhydrate (ca. 6–8 %) zur Energiezufuhr
Natrium (600–800 mg/l), um Wasserbindung zu verbessern
optional: Magnesium, Kalium, Calcium
500 ml Wasser
500 ml Apfelsaft
1 Prise Salz
Optional: Spritzer Zitrone oder Magnesiumbrausetablette
Achte auf die Osmolalität – also, wie schnell dein Getränk aufgenommen wird. Isotonische Getränke sind besonders effizient, weil sie denselben osmotischen Druck haben wie dein Blut.
Du bist möglicherweise bereits dehydriert, wenn:
dein Urin dunkelgelb ist
du Kopfschmerzen bekommst
deine Beine sich „leer“ anfühlen
du Schüttelfrost oder Gänsehaut bekommst (Warnzeichen!)
Je früher du gegensteuerst, desto besser.
Die Rehydrierung nach der Belastung ist genauso wichtig wie das Trinken während der Fahrt – besonders bei heißen Tagen oder mehreren Trainingstagen hintereinander.
Flüssigkeitsdefizit ausgleichen plus etwa 25 % extra, um Verluste über den Urin zu kompensieren.
Beispiel:
Wenn du 1 kg verloren hast = 1 Liter trinken + 250 ml extra → 1,25 Liter Rehydration
Am besten geeignet:
Wasser + Prise Salz
Elektrolytgetränke
Brühe (besonders bei Krampfneigung)
Schorlen mit 2/3 Wasser – 1/3 Saft
Im Rennen ist regelmäßiges Trinken oft schwerer – wegen hoher Intensität, Nervosität oder Fokus auf die Strecke. Deshalb:
Flaschen vorher markieren (z. B. mit Edding) für besseres Timing
Trinkintervalle mental einbauen (z. B. jede 15 Minuten ein Schluck)
bei kurzen Rennen (<60 Minuten) reicht oft 1 kleine Flasche mit Elektrolyten
bei langen Rennen (>2 Stunden): 2 Flaschen mit KH + Salz, evtl. Nachfüllen einplanen
Tipp: Trainiere das Trinken auch im Training! Wer bei 40 km/h mit einer Hand trinken kann, ist im Rennen entspannter unterwegs.
❌ Nur trinken, wenn man durstig ist
❌ Nur Wasser – keine Elektrolyte
❌ Zu große Trinkmengen auf einmal
❌ Nicht wissen, wie viel man tatsächlich verliert
❌ Nach der Fahrt „vergessen“ zu rehydrieren

Trinken ist kein Beiwerk – es ist Leistungsfaktor Nr. 1. Wer regelmäßig trinkt, fährt besser, regeneriert schneller und fühlt sich sicherer auf dem Rad. Achte auf deine Signale, hab immer genug Flüssigkeit dabei – und trainiere dein Trinkverhalten genauso wie deinen Antritt am Berg.
Denn manchmal entscheidet nicht die Wadenkraft über deine Performance – sondern der Inhalt deiner Trinkflasche.
✅ Zwei volle Flaschen à 750 ml bei Touren > 2 h
✅ Elektrolyte oder isotonisches Getränk einfüllen
✅ Im Vorfeld gut hydriert starten
✅ Alle 15–20 Minuten trinken
✅ Nach der Fahrt: Wiegen + Rehydrieren
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