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Die Felge ist der äußere Ring des Laufrads, auf dem der Reifen sitzt. Hier erfährst Du, wie eine Fahrradfelge aufgebaut ist, welche Felgenarten und Felgengrößen es gibt und worauf Du bei Maulweite, Material und Bremssystem achten solltest.
Die Felge ist der äußere Ring eines Fahrradlaufrads, auf dem der Reifen montiert wird. Über die Speichen ist sie mit der Nabe verbunden – Nabe, Speichen und Felge bilden zusammen das Laufrad. Die Felge trägt das Gewicht von Fahrer und Fahrrad, hält den Reifen in Position und dient bei Felgenbremsen zusätzlich als Bremsfläche.
Umgangssprachlich wird „Felge“ oft für das ganze Laufrad verwendet – technisch ist aber nur der Ring gemeint. Das Wort geht auf das althochdeutsche felga zurück, das ursprünglich die gebogenen Holzsegmente eines Wagenrads bezeichnete.
| Bauteil | Funktion |
|---|---|
| Felgenflanken | Seitenwände der Felge; ihre oberen Kanten, die Felgenhörner, halten den Reifenwulst |
| Felgenbett | Vertiefter Mittelbereich; erleichtert die Reifenmontage und wird mit Felgenband oder Tubeless-Band abgedeckt |
| Bremsflanke | Plane Außenfläche als Reibfläche für V-Brakes und Felgenbremsen am Rennrad – fehlt bei Disc-Felgen |
| Speichenlöcher | Aufnahme der Nippel; typisch sind 20 bis 36 Löcher |
| Ventilloch | Für Sclaverand- oder Schrader-Ventil |
| Hohlkammer | Innerer Hohlraum für hohe Stabilität bei geringem Gewicht |
| Ösen | Metallhülsen, die bei manchen Felgen die Speichenlöcher verstärken |
| Felgentyp | Passende Reifen | Besonderheit |
|---|---|---|
| Hakenfelge (Hooked, „C“) | Draht-, Falt- und Tubeless-Reifen | Haken halten den Reifenwulst formschlüssig; auch hohe Drücke möglich |
| Hookless-Felge (TSS) | Nur freigegebene Tubeless-Reifen | Gerade Flanken ohne Haken, leichter herzustellen; bei Straßenreifen maximal 5 bar |
| Tubeless-ready-Felge | Tubeless oder mit Schlauch | Luftdichtes Felgenbett und Schulter, auf der der Reifen abdichtet |
| Schlauchreifenfelge (Tubular) | Aufgeklebte Schlauchreifen | Kein Felgenhorn, vor allem im Profi-Rennsport |
Bei Hookless-Felgen hält der Reifen allein durch seinen Wulst und den Luftdruck. Die ETRTO- und ISO-Normen legen hier für Straßenreifen unabhängig von Reifen- und Felgenbreite einen Maximaldruck von 5 bar (72,5 psi) fest.
| Material | Vorteile | Nachteile | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|
| Aluminium | Günstig, robust, verzeiht Schläge | Schwerer als Carbon | Alltag, Trekking, E-Bike, Einsteiger-Rennrad |
| Carbon | Sehr leicht und steif, aerodynamische Hochprofile möglich | Teuer, empfindlich gegen punktuelle Schläge und Hitze bei Felgenbremsen | Rennrad, Gravel Bike, MTB-Racing |
| Stahl | Sehr robust, billig | Schwer, rostanfällig, schlechte Bremsleistung bei Nässe | Historische Räder, Billigräder |
Wie Du hochwertige Laufräder schonend behandelst, liest Du im Ratgeber Carbon-Laufräder richtig aufpumpen.
Die Felgengröße wird nach der Norm der ETRTO (ISO 5775) in Millimetern angegeben – als Maulweite x Felgendurchmesser, zum Beispiel 622x19C.
| Alltagsbezeichnung | ETRTO-Durchmesser | Typische Räder |
|---|---|---|
| 28 Zoll / 700C | 622 mm | Rennrad, Gravel Bike, Trekkingrad |
| 29 Zoll | 622 mm | Mountainbike |
| 27,5 Zoll / 650B | 584 mm | Mountainbike, Gravel Bike, E-Bike |
| 26 Zoll | 559 mm | Ältere Mountainbikes, Fatbikes |
| 24 Zoll | 507 mm | Kinder- und Jugendräder |
| 20 Zoll | 406 mm | Klappräder, E-Klappräder, BMX |
Die Zollangaben sind historisch gewachsen und beschreiben eigentlich den ungefähren Außendurchmesser des Reifens. Deshalb teilen sich 28 und 29 Zoll denselben Felgendurchmesser von 622 mm.
| Maulweite (innen) | Reifenbreite (Richtwert) | Einsatz |
|---|---|---|
| 17–19 mm | 23–32 mm | Klassisches Rennrad |
| 21–25 mm | 28–40 mm | Modernes Rennrad, Endurance, Gravel Bike |
| 25–30 mm | 38–55 mm bzw. 2,2–2,4 Zoll | Gravel Bike, Cross-Country, Trekking |
| 30–35 mm | 2,3–2,6 Zoll | Trail, Enduro, E-MTB |
| 60–100 mm | 3,8–5 Zoll | Fatbike |
Verbindlich sind immer die Freigaben von Felgen- und Reifenhersteller. Warum breitere Reifen auf breiteren Felgen oft schneller und komfortabler sind, erklärt der Ratgeber Warum die Reifenbreite Deines Rennrads mehr zählt, als Du denkst. Die MYVELO Rennräder wie das Verona rollen serienmäßig auf 28 mm breiten Tubeless-Reifen.
Disc-Felgen verschleißen nicht durch das Bremsen und halten deshalb meist deutlich länger.
E-Bikes sind schwerer und werden mit höheren Durchschnittsgeschwindigkeiten gefahren. Ihre Felgen sind deshalb meist stabiler ausgelegt: Hohlkammerprofil, 32 oder 36 Speichenlöcher und eine höhere zulässige Systemlast. Bei Nabenmotoren wirkt das Antriebsmoment direkt über Speichen und Felge – hier sind kräftige Speichen und eine stabile Felge besonders wichtig. Für breite Fatbike-Reifen gibt es spezielle Felgen mit sehr großer Maulweite, mehr dazu im Fatbike-Reifen-Ratgeber.
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Ganz gleich ob man ein leidenschaftlicher Radrennfahrer ist oder einfach nur auf der Suche nach einem flotten, sportlichen Pendlerfahrzeug – die Breite der Reifen kann einen erheblichen Einfluss auf das Fahrverhalten eines Rennrades haben.
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