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Strava einrichten: Schritt-für-Schritt-Anleitung für Einsteiger

Strava ist die meistgenutzte Trainings- und Community-App für Radfahrer weltweit. Mit ihr zeichnest Du Deine Ausfahrten auf, analysierst Deine Leistung, vergleichst Dich mit anderen auf Segmenten und hältst Deine Fortschritte über Monate und Jahre im Blick.

Von Vincent Augustin 4 Minuten Lesedauer

Strava einrichten: Schritt-für-Schritt-Anleitung für Einsteiger
Über den Autor Vincent Augustin

Vincent ist Mitgründer von MYVELO und erfahrener Radsportler. Durch seine aktive Zeit im leistungsorientierten Rennradsport - inklusive Starts in der Rennrad-Bundesliga - bringt er fundierte Praxiserfahrung in die Entwicklung und Bewertung von Fahrrädern und E-Bikes ein. Vincent legt besonderen Fokus auf Qualität, Sicherheit und Langlebigkeit von Komponenten sowie auf die Frage, was ein Fahrrad im echten Einsatz leisten muss. Seine Artikel verbinden persönliche Erfahrung, technisches Verständnis und den Anspruch, verlässliche Orientierung für Kaufentscheidungen zu bieten. Jetzt mehr zu MYVELO erfahren

Veröffentlicht: 14. Juni 2026

Dieser Guide zeigt Dir Schritt für Schritt, wie Du Strava einrichtest – vom ersten Login bis zur fertig konfigurierten App.

Schritt 1: Konto anlegen

Du kannst Strava kostenlos nutzen. Die Registrierung geht in unter zwei Minuten:

  1. App herunterladen – Strava ist im App Store (iOS) und Google Play Store (Android) verfügbar. Alternativ funktioniert alles auch im Browser unter strava.com.
  2. Registrieren – Du kannst Dich mit E-Mail-Adresse, Google- oder Apple-Konto anmelden. Die Apple-ID-Option bietet den höchsten Datenschutz, weil Deine E-Mail-Adresse dabei optional verborgen bleibt.
  3. Name und Profilfoto – Strava ist eine Community-Plattform. Ein echter Name und ein Foto helfen, von Bekannten gefunden zu werden. Du kannst beides jederzeit ändern.

Schritt 2: Profil vollständig einrichten

Ein vollständiges Profil verbessert die Qualität der Datenanalyse deutlich:

Grunddaten:
- Sportarten auswählen: Radfahren, E-Bike-Fahren, Laufen – Du kannst mehrere aktivieren. E-Bike-Fahrten werden separat kategorisiert und erscheinen nicht in allgemeinen Radfahrer-Segmenten.
- Gewicht eintragen: Für die Watt/kg-Berechnung und Leistungsanalyse relevant, besonders wenn Du einen Leistungsmesser nutzt.
- Maßeinheiten: Deutschland → Metrisch (km, m, kg)

Für Rennradfahrer zusätzlich:
- FTP (Functional Threshold Power): Wenn Du mit Leistungsmesser fährst, trägst Du hier Deinen FTP-Wert ein. Strava berechnet daraus Trainingsbelastung und Fitness-Scores. Hast Du noch keinen FTP-Wert, lässt er sich direkt in Strava über ein 20-Minuten-Testprotokoll ermitteln.
- Herzfrequenz-Zonen: Sobald ein Pulsmesser verbunden ist, konfigurierst Du hier Deine Herzfrequenzzonen – entweder manuell oder automatisch aus vergangenen Aktivitäten berechnet.

Schritt 3: Gerät verbinden

Strava kann Aktivitäten aus verschiedenen Quellen importieren. Die häufigsten Optionen:

Smartphone (direkt in der App)

Die einfachste Methode: Strava-App öffnen, auf das rote Aufnahme-Symbol tippen, Fahrrad als Aktivitätstyp wählen – fertig. Das Smartphone-GPS zeichnet die Route automatisch auf. Genauigkeit und Akkulaufzeit sind bei modernen Geräten für die meisten Ausfahrten ausreichend.

Einschränkung: Smartphone-GPS kann in Tunneln, dichten Wäldern oder Stadtkanyons ungenauer werden. Für präzise Daten auf langen Touren oder im Training empfiehlt sich ein dediziertes Gerät.

GPS-Uhr oder Fahrradcomputer (Garmin, Wahoo, Polar u.a.)

Für alle, die regelmäßig trainieren oder ausführliche Daten wollen, ist ein GPS-Gerät die bessere Wahl. Die Verbindung mit Strava ist bei allen gängigen Herstellern unkompliziert:

  1. In Strava → Profil → Einstellungen → Mit Apps verbinden (am Desktop unter „Mein Profil → Verbundene Apps")
  2. Deinen Gerätehersteller auswählen (Garmin Connect, Wahoo, Polar Flow, Suunto etc.)
  3. Anmeldung im jeweiligen Konto bestätigen
  4. Ab sofort werden alle Aktivitäten, die Du auf dem Gerät aufzeichnest, automatisch zu Strava synchronisiert

Kein manueller Export nötig – die Synchronisation läuft im Hintergrund, sobald das Gerät mit dem Smartphone oder WLAN verbunden ist.

Bosch E-Bike Flow App

Wenn Du ein Bosch-E-Bike fährst, nutzt Du wahrscheinlich die Bosch E-Bike Flow App. Diese kann direkt mit Strava verknüpft werden:

  1. In der Bosch E-Bike Flow App → Einstellungen → Integrationen → Strava
  2. Strava-Konto verbinden und Berechtigungen bestätigen
  3. Alle zukünftigen Fahrten mit Bosch-Antrieb werden automatisch als „E-Bike-Fahrt" in Strava übertragen – inklusive zurückgelegter Strecke, Höhenmeter und Dauer

Wichtig: Strava kennzeichnet E-Bike-Aktivitäten separat. Sie tauchen nicht in regulären Segment-Rankings auf, werden aber für Deine persönliche Statistik und Jahreskilometer vollständig gewertet.

Schritt 4: Datenschutz einrichten

Bevor Du die ersten Aktivitäten aufzeichnest, lohnt ein kurzer Blick auf die Datenschutzeinstellungen:

Privatzonen (unbedingt empfehlen): Strava ermöglicht es, einen Radius um Deinen Wohnort (oder ein anderes Adresse) zu definieren, der aus allen aufgezeichneten Aktivitäten automatisch herausgeschnitten wird. So siehst Du auf öffentlichen Aktivitäten nie, wo genau Du wohnst.

Einrichten unter: Einstellungen → Datenschutzkontrollen → Privatzonen → Hinzufügen

Flyby deaktivieren: Strava zeigt standardmäßig allen Nutzern, mit wem Du während einer Fahrt „gekreuzt" bist – auch wenn ihr euch nicht kennt. Das lässt sich abschalten:
Einstellungen → Datenschutzkontrollen → Flyby → Niemand

Aktivitätssichtbarkeit:
Neue Aktivitäten sind standardmäßig für alle Strava-Nutzer sichtbar. Du kannst das auf „Nur Follower" oder „Nur ich" einschränken – entweder global oder pro Aktivität einzeln.

Schritt 5: Die erste Aktivität aufzeichnen

Jetzt ist alles bereit. So startest Du Deine erste Aufzeichnung:

  1. App öffnen und auf das orangefarbene Aufnahme-Symbol tippen (untere Mitte)
  2. Sportart wählen – „Radfahren" für normales Fahrrad oder Rennrad, „E-Bike-Fahren" für Pedelec oder E-MTB
  3. GPS-Signal abwarten – Der Kreis oben links färbt sich grün, sobald das Signal stabil ist. Das dauert im Freien meist 5–15 Sekunden.
  4. Los fahren – Strava zeichnet Strecke, Zeit, Geschwindigkeit und Höhenmeter automatisch auf
  5. Stoppen und speichern – Nach der Fahrt auf „Fertig" und dann „Speichern" tippen

Nach dem Speichern siehst Du sofort die Zusammenfassung Deiner Aktivität mit Karte, Höhenprofil und allen Leistungsdaten.

Strava für Rennradfahrer

Strava ist im Rennradsport besonders tief verwurzelt. Über das reine Aufzeichnen hinaus sind diese Features relevant:

Segmente: Strava zerlegt Routen automatisch in bekannte Streckenabschnitte – Anstiege, Sprints, Kurvenpassagen. Du siehst sofort, wie Du im Vergleich zu allen anderen Strava-Nutzern abschneidest und ob Du Deinen eigenen Streckenrekord gebrochen hast.

Training Load & Fitness: Mit einem Leistungsmesser berechnet Strava Suffer Score, Trainingsbelastung und einen Fitness-Index über Zeit. Für strukturiertes Training auf dem Rennrad ist das eine wertvolle Ergänzung – besonders im Zusammenspiel mit Trainingsansätzen wie laktatgesteuertem Schwellentraining.

Jahresstatistiken und Challenges: Strava motiviert mit monatlichen Distance-Challenges und einem Jahresrückblick. Ein einfaches, aber wirkungsvolles Tool, um langfristig dran zu bleiben.

Strava für E-Bike-Fahrer

Für E-Bike-Fahrer gibt es ein paar Besonderheiten zu beachten:

E-Bike-Kategorie: Aktivitäten als „E-Bike-Fahren" aufzeichnen, nicht als „Radfahren" – sonst tauchen Deine Fahrten in normalen Segment-Rankings auf, was für beide Seiten wenig sinnvoll ist.

Apple Health und Strava kombinieren: Wer ein iPhone nutzt, kann Strava mit Apple Health verbinden. So landen alle Aktivitäten auch in der Gesundheits-App und fließen in Deine täglichen Aktivitätsringe ein. Wie das genau geht, erklären wir in unserem Artikel E-Bike-Tour mit Apple Health & Strava synchronisieren.

Bosch-Integration: Wenn Du ein E-Bike mit Bosch-Antrieb fährst, lohnt sich die Verbindung von Bosch Flow und Strava besonders – dann musst Du nichts manuell starten und hast alle Fahrten automatisch dokumentiert.

Strava Free vs. Strava Subscription

Die kostenlose Version reicht für die meisten Alltagsfahrer vollständig aus. Die bezahlte Subscription (ca. 8 € / Monat, Stand 2026) schaltet folgende Features frei:

Feature Free Subscription
Aktivitäten aufzeichnen
Segmente anzeigen Nur eigene Alle inkl. Leaderboard
Herzfrequenz-Analyse Begrenzt Vollständig
Trainingsbelastung (Fitness & Freshness)
Routenplanung
Segment-Bestzeiten Nur KOM/QOM Alle Top-10
Jahresvergleich

 

Für gelegentliche Freizeitfahrten reicht Free. Wer Strava aktiv für Training und Fortschrittskontrolle nutzt, bekommt mit der Subscription deutlich mehr Auswertungsmöglichkeiten.

Fazit: Einmal einrichten, dauerhaft profitieren

Strava ist in zehn Minuten einsatzbereit. Die wichtigsten Schritte: Konto anlegen, Privatzone einrichten, ein Gerät verbinden – und los. Ob Du es für Deinen täglichen Weg zur Arbeit, für Wochenend-Touren oder für strukturiertes Training nutzt, liegt bei Dir.

Weiterführende Artikel:

Verlernt man das Radfahren, wenn man E-Bike fährt?

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