Campo Felice Gravel Bike
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Gravelbikes sind dafür gemacht, weiterzukommen, wenn der Asphalt endet. Doch Gravel ist nicht gleich Gravel: Unter dem Begriff “Schotter” verbergen sich ganz unterschiedliche Untergründe, die das Fahrgefühl, die Geschwindigkeit und die Stabilität stark beeinflussen. Wenn Du diese Unterschiede kennst, kannst Du Deine Reifen, Deinen Fahrstil und Deine Erwartungen perfekt darauf abstimmen.
Von Vincent Augustin |
4 Minuten Lesedauer
In diesem Artikel erfährst Du: Welche Schotterarten es gibt, wie sie sich fahren und worauf man achten sollte – sowohl in der Planung als auch während der Fahrt.
Feinschotter bzw. Hardpack sind Wege, die aus sehr kleinen, eng gesetzten Kies- und Sandpartikeln bestehen. Oft leicht gewalzt, häufig in Parks oder Forstgebieten zu finden.
Schnell: Einer der schnellsten Gravel-Untergründe überhaupt.
Stabil: Reifen rollen sauber und gleichmäßig.
Vorhersehbar: Wenig Versatz und kaum lose Steine.
Reifenbreite ab 35–40 mm ideal.
Leichtes Profil reicht völlig aus.
Perfekt für längere Touren, wenn Asphalt-Feeling gewünscht ist.
Grober, uneben verteilter Schotter mit Steinen ab ca. 2 cm Größe. Kommt oft auf frisch aufgeschütteten Forstwegen, Wirtschaftswegen oder Baustellen vor.
Unruhig und holprig – der Lenker zappelt gern.
Langsamer Rollwiderstand: Kraft geht verloren, Geschwindigkeit sinkt.
Erhöhtes Risiko für Snakebites (Durchschläge).
Breite Reifen (40–45 mm oder mehr) bringen Sicherheit.
Tubeless dringend empfehlenswert.
Federnde Arme & Blick weit nach vorn: Gefahren früh erkennen.
Wellenartige Rillen, die durch Autoverkehr entstehen. Eine der unangenehmsten Schotterformen – der Name kommt nicht ohne Grund.
Hart & vibrierend: Extrem unkomfortabel.
Instabil: Das Bike “springt”, Kontakt zum Boden wird schlechter.
Unberechenbar: In schnellen Abfahrten heikel.
Luftdruck reduzieren (0,2–0,5 bar weniger).
Locker fahren: Zu starkes Verkrampfen verschlechtert die Kontrolle.
Bessere Linie suchen: Oft ist der Rand des Weges glatter.
Ein Mix aus Erde, Wurzeln, Laub und gelegentlichem Kies. Sehr variabel – kann hart, weich, trocken oder matschig sein.
Wechselhaft: Grip kann sich sekündlich ändern.
Bei Trockenheit gut fahrbar, bei Nässe deutlich schwieriger.
Rutschgefahr durch Laub, Wurzeln oder feuchte Stellen.
Profilierte Reifen geben mehr Sicherheit.
Luftdruck eher niedrig, um Grip zu maximieren.
Gewichtsverlagerung üben: Vorder- und Hinterrad bewusst entlasten.
Lose, tiefe Oberflächen aus feinem, trockenem Kies oder Sand. Vor allem in Küstennähe, Flussauen oder offenen landwirtschaftlichen Bereichen.
Schwammig: Reifen sinken ein.
Schwer kontrollierbar: Lenker “schwimmt”.
Langsam: Hoher Kraftaufwand bei wenig Tempo.
Sitzposition nach hinten verlagern, um das Vorderrad zu entlasten.
Sanfte Lenkbewegungen: Jede Hektik führt zum Wegrutschen.
Breite Reifen (45 mm+) sind Gold wert.
Wege, die aus einer festen Lehmbasis bestehen, auf die eine dünne Schicht Splitt gestreut wurde – oft in Gemeinden oder Parks.
Sehr angenehm, solange trocken.
Bei Regen schmierig, weil die Lehmschicht rutschig wird.
Guter Grip, aber Vorsicht in Kurven.
Reifendruck moderat – nicht zu hart.
Tempo anpassen, wenn die Oberfläche glänzt (ein Hinweis auf feuchte Stellen).
Splittkanten meiden, die Reifen wegdrücken können.
Gravel bedeutet Freiheit – aber Freiheit funktioniert nur, wenn Du weißt, was unter Deinen Reifen passiert. Die Wahl des richtigen Reifens, der passende Luftdruck und Dein Fahrstil hängen direkt vom Untergrund ab.
Wer die Unterschiede kennt, fährt sicherer, schneller und mit mehr Spaß.
Schnell & fest: Semi-Slick Reifen
Vielseitig: Allround-Gravelprofil
Technisch & grob: Stollenprofil
Mehr Grip = weniger Druck
Mehr Speed = mehr Druck
Als grobe Orientierung:
35 mm Reifen: 2,5–3,5 bar
40–45 mm Reifen: 1,8–2,5 bar
50 mm+: 1,5–2,0 bar
Locker bleiben: Arme und Oberkörper als Federung nutzen.
Blick weit nach vorn: Gefahren früh erkennen.
Gewicht dosiert verlagern: Je nach Grip-Bedarf.
Auch beim Gravel gilt: Die beste Linie ist nicht immer die Mitte des Wegs.
Die Reifenwahl entscheidet beim Graveln mehr über Komfort und Kontrolle als jede andere Komponente. Für Hardpack und feinen Schotter eignen sich schnelle Semi-Slicks oder Reifen mit leichtem Mittelprofil (35–40 mm). Sie rollen effizient und bieten trotzdem ausreichend Seitenhalt in Kurven. Sobald Du häufiger auf groben Schotter, Waldboden oder technischen Passagen unterwegs bist, bringen breitere Reifen ab 42–45 mm mit deutlicherem Stollenprofil mehr Grip und Sicherheit. Wer vorwiegend Abenteuerfahrten, Bikepacking oder unbekanntes Terrain plant, macht mit 50 mm+ nichts falsch – Komfort und Pannensicherheit steigen deutlich.
Damit Du auf Touren nie im Stich gelassen wirst, solltest Du immer eine kleine Grundausstattung dabeihaben: Multitool, zwei Reifenheber, eine Minipumpe oder CO₂-Kartusche, ein Ersatzschlauch, ein Tubeless-Plug-Set und ein Kettenschloss. Zusätzlich empfehlen sich ein kleiner Erste-Hilfe-Streifen, Kabelbinder und ein Stück Gewebeband – das rettet in erstaunlich vielen Situationen den Tag. Je abgeschiedener die Tour, desto wichtiger wird diese Basisausrüstung.
Der Einstieg ist einfach, wenn man mit der richtigen Erwartung losfährt. Starte am besten mit kurzen Touren auf Hardpack, gut gepflegten Feld- und Waldwegen – so bekommst Du ein Gefühl für die unterschiedlichen Untergründe, ohne Dich zu überfordern. Taste Dich langsam an schwierigere Passagen heran und experimentiere bewusst mit Luftdruck, Körperhaltung und Linienwahl, um zu spüren, wie das Bike reagiert. Viele finden ihren Einstieg über komoot- oder Strava-Routen, die sich nach technischem Anspruch filtern lassen. Noch schneller kommst Du rein, wenn Du einmal mit erfahrenen Fahrerinnen und Fahrern mitfährst – Technik, Sicherheit und Flow stellen sich dann viel schneller ein.
Schotter ist nicht gleich Schotter. Ob fein, grob, tief oder hart: Jeder Untergrund hat seine Eigenheiten. Wenn Du weißt, was Dich erwartet, kannst Du besser reagieren, sicherer fahren und Deine Gravelabenteuer noch mehr genießen.
Graveln beginnt dort, wo der Asphalt endet – und endet dort, wo Du nicht mehr weiter willst. Mit dem richtigen Wissen kommst Du weiter. Viel weiter. 🚵💨
Das Power-to-Weight-Verhältnis (P/W) ist eine der wichtigsten Kennzahlen für Radfahrer. Es zeigt, wie effizient man die eigene Leistung in Bewegung umsetzt, insbesondere beim Bergauffahren. Ein guter P/W-Wert bedeutet mehr Geschwindigkeit bei gleicher Leistung – ein entscheidender Vorteil im Training, beim Rennen oder auf der nächsten Ausfahrt.
Knieschmerzen beim Radfahren sind ein häufiges Problem – egal, ob man regelmäßig Rennrad fährt, Mountainbike-Trails meistert oder gemütlich auf dem E-Bike pendelt. Schmerzen im Knie schränken die Leistung ein, können langfristig zu Verletzungen führen und rauben einfach den Spaß am Radfahren.
Gravelbikes sind dafür gemacht, weiterzukommen, wenn der Asphalt endet. Doch Gravel ist nicht gleich Gravel: Unter dem Begriff “Schotter” verbergen sich ganz unterschiedliche Untergründe, die das Fahrgefühl, die Geschwindigkeit und die Stabilität stark beeinflussen. Wenn Du diese Unterschiede kennst, kannst Du Deine Reifen, Deinen Fahrstil und Deine Erwartungen perfekt darauf abstimmen.