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Der Hinterradmotor sitzt in der Nabe des Hinterrads und treibt es direkt an – unabhängig von Kette und Schaltung. Dieser Artikel erklärt Funktion, Vor- und Nachteile, den Vergleich mit dem Mittelmotor und für wen sich der Hinterradantrieb lohnt.
Ein Hinterradmotor – auch Hinterradnabenmotor, Heckmotor oder als Antriebskonzept Hinterradantrieb genannt – ist ein Elektromotor, der in der Nabe des Hinterrads eines E-Bikes verbaut ist. Er sitzt also direkt im Hinterrad und treibt es unmittelbar an, ohne dabei auf die Kette oder das Getriebe des Fahrrads angewiesen zu sein.
Hinterradmotoren gehören neben dem Mittelmotor zu den am weitesten verbreiteten Antriebskonzepten bei Pedelecs und E-Bikes. Sie sind besonders bei City-Bikes, E-Klapprädern und Einsteigermodellen beliebt.
Der Motor ist direkt in die Hinterradnabe integriert. Wenn Du in die Pedale trittst, misst ein Sensor (meist ein Drehmomentsensor oder einfacher Trittfrequenzsensor) Deine Tretbewegung und gibt ein Signal an den Motor weiter. Dieser dreht die Nabe – und damit das Hinterrad – mit elektrischer Unterstützung.
Da die Kraftübertragung direkt am Rad erfolgt und nicht über Kette oder Ritzel läuft, arbeitet der Nabenmotor unabhängig vom Antriebsstrang. Du kannst sogar mit einem Defekt an der Kette noch elektrisch vorwärtskommen.
Es gibt zwei Grundprinzipien:
Die meisten Alltagsmodelle – darunter auch die von Bafang – setzen auf Getriebenaben.
| Merkmal | Typische Werte |
|---|---|
| Nennleistung | 250 W (für Straßenzulassung als Pedelec) |
| Spitzenleistung | bis zu 500–750 W (je nach Modell) |
| Drehmoment | 40–80 Nm |
| Gewicht | 2–5 kg |
| Unterstützungsgeschwindigkeit | bis 25 km/h (Pedelec) bzw. 45 km/h (S-Pedelec) |
| Sensortyp | Trittfrequenz- oder Drehmomentsensor |
In Deutschland und der EU muss ein Pedelec auf eine Motorunterstützung bis 25 km/h begrenzt sein und darf maximal 250 W Nennleistung haben, um ohne Führerschein und Versicherungskennzeichen gefahren werden zu dürfen.
| Kriterium | Hinterradnabenmotor | Mittelmotor |
|---|---|---|
| Gewichtsverteilung | Hecklastig | Zentral (optimal) |
| Fahrgefühl | Schub von hinten | Natürlich, wie beim Treten |
| Steigungstauglichkeit | Mittel | Sehr gut (nutzt Gangschaltung) |
| Kettenbelastung | Keine | Erhöht |
| Wartung Antrieb | Gering | Kette/Kassette stärker beansprucht |
| Preis | Günstiger | Teurer |
| Eignung | Stadt, Pendeln, Klappräder | Touren, MTB, Hügel |
| Rekuperation | Möglich (Direktantrieb) | Nicht üblich |
Für den Alltag in der Stadt oder auf flachem Gelände ist der Hinterradmotor meist die bessere Wahl – einfacher, günstiger, leiser. Wer regelmäßig Steigungen bewältigen oder sportlich fahren möchte, greift eher zum Mittelmotor.
Der Hinterradnabenmotor ist die richtige Wahl, wenn Du:
Für sportliche Touren, viele Höhenmeter oder E-MTBs empfiehlt sich eher ein Mittelmotor.
Der Hinterradmotor ist ein zuverlässiger, wartungsarmer und kostengünstiger Antrieb, der sich besonders für Stadtfahrten, Pendler und E-Klappräder eignet. Er punktet mit leisem Betrieb, direktem Schubgefühl und geringer Beanspruchung des Antriebsstrangs. Wer jedoch viel Bergstrecke fährt oder ein sportliches Fahrgefühl bevorzugt, sollte einen Mittelmotor in Betracht ziehen. Einen praktischen Eindruck vom Hinterradantrieb bekommst Du bei den E-Klapprädern von MYVELO, die durchgängig auf Bafang-Nabenmotoren setzen.
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