Berlin Elektro-Klapprad
inkl. KOSTENLOSER Versand & kostenlose Retouren
Jetzt clever sein und 300€ sparen
Schnell sein lohnt sich
Die Griffkraft wirkt auf den ersten Blick unscheinbar. Sie entscheidet darüber, wie fest man zupacken kann, ob ein Glas geöffnet wird oder eine Einkaufstasche sicher getragen werden kann. In der Wissenschaft gilt sie jedoch als weit mehr als eine Alltagsfähigkeit: Die Griffkraft ist einer der zuverlässigsten Marker für Gesundheit, funktionelle Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit – insbesondere im höheren Lebensalter.
Von Isatou Schulz |
3 Minuten Lesedauer
Zahlreiche Studien zeigen, dass eine geringe Griffkraft mit einem erhöhten Risiko für Mortalität, kardiovaskuläre Erkrankungen, Stürze und funktionellen Abbau verbunden ist. Sie dient damit als eine Art „biologisches Frühwarnsystem“ für den Gesamtzustand des Körpers.
Die Griffkraft beschreibt die maximale Kraft, die die Hand- und Unterarmmuskulatur beim Zupacken entwickeln kann. Sie wird meist mit einem Handdynamometer gemessen und ist leicht, schnell und reproduzierbar erfassbar.
Entscheidend ist: Griffkraft ist kein isolierter Muskelwert, sondern ein Spiegel komplexer Prozesse im Körper, darunter:
Muskelmasse und Muskelqualität
Nervale Ansteuerung
Stoffwechselgesundheit
Hormonstatus
Entzündungsniveau
Allgemeine körperliche Aktivität
Genau diese Vielschichtigkeit macht sie zu einem so starken Prädiktor für Longevity.
Große Kohortenstudien – unter anderem aus Europa, den USA und Asien – zeigen konsistent:
Menschen mit niedriger Griffkraft haben ein signifikant höheres Sterberisiko
Der Zusammenhang besteht unabhängig von Alter, Geschlecht oder Body-Mass-Index
Die Griffkraft sagt Mortalität teilweise besser voraus als Blutdruck oder BMI
Eine bekannte Analyse aus der PURE-Studie (über 140.000 Teilnehmende) zeigte, dass jede Abnahme der Griffkraft um 5 kg mit einem deutlich erhöhten Risiko für Tod durch alle Ursachen einhergeht.
Kurz gesagt: Wer schwach zupackt, lebt statistisch kürzer.
Mit zunehmendem Alter nimmt die Muskelmasse natürlicherweise ab – ein Prozess, der als Sarkopenie bezeichnet wird. Besonders kritisch ist dabei nicht nur der Verlust an Muskelmasse, sondern vor allem der Verlust an Muskelkraft.
Die Griffkraft gilt als einer der frühesten Marker für diesen Prozess. Sinkt sie, deutet das häufig auf:
abnehmende neuromuskuläre Effizienz
reduzierte Aktivität im Alltag
beginnende funktionelle Einschränkungen
Da die Handmuskulatur stark neuronal gesteuert wird, reagiert sie besonders sensibel auf Alterungsprozesse des Nervensystems.
Eine gute Griffkraft ist eng mit funktioneller Selbstständigkeit verknüpft. Sie beeinflusst unter anderem:
sicheres Aufstehen
Festhalten an Geländern
Abfangen bei Gleichgewichtsverlust
Tragen und Halten von Gegenständen
Eine geringe Griffkraft erhöht nachweislich das Sturzrisiko – und damit auch das Risiko für Frakturen, Krankenhausaufenthalte und Pflegebedürftigkeit.
In diesem Kontext spielt sie auch bei Alltagsaktivitäten wie dem sicheren Bremsen und Lenken beim Radfahren im Alter eine Rolle, da eine nachlassende Handkraft die Kontrolle über Bremshebel und Lenker erschweren kann – besonders in Stress- oder Gefahrensituationen.
Interessant ist auch der Zusammenhang zwischen Griffkraft und metabolischer Gesundheit. Eine niedrige Griffkraft korreliert mit:
Insulinresistenz
Typ-2-Diabetes
chronischer Entzündung
erhöhtem viszeralem Fettanteil
Muskelkraft ist metabolisch aktiv. Sie verbessert die Glukoseaufnahme, erhöht den Grundumsatz und wirkt entzündungshemmend. Die Griffkraft fungiert hier als leicht messbarer Proxy für die Gesamtmuskelgesundheit.
Ausdauertraining wie Gehen, Radfahren oder Schwimmen ist hervorragend für Herz-Kreislauf-Gesundheit – aber es reicht nicht aus, um die Griffkraft langfristig zu erhalten.
Ohne gezielte Belastung nimmt die Kraft der Unterarm- und Handmuskulatur auch bei aktiven Menschen ab. Besonders problematisch ist dies bei Personen, die zwar viel Ausdauertraining betreiben, aber kaum Kraftreize setzen.
Für Longevity braucht es daher beides:
aerobe Aktivität
regelmäßiges Krafttraining

Die gute Nachricht: Griffkraft ist sehr gut trainierbar – auch im höheren Alter.
Bewährte Ansätze sind:
klassisches Krafttraining (Zugübungen, Kreuzheben, Rudern)
Tragen schwerer Gegenstände („Farmer’s Walks“)
Hängen an der Klimmzugstange
Handtrainer oder Knetbälle
funktionelle Alltagsbelastungen wie bspw. Fahrrad fahren
Schon zwei bis drei kurze Einheiten pro Woche können messbare Verbesserungen erzielen.
Aufgrund ihrer hohen Aussagekraft wird die Griffkraft zunehmend als Screening-Instrument eingesetzt – sowohl in der Geriatrie als auch in der Präventivmedizin.
Sie beantwortet indirekt zentrale Fragen:
Wie belastbar ist der Bewegungsapparat?
Wie gut ist die neuromuskuläre Ansteuerung?
Wie hoch ist das Risiko für funktionellen Abbau?
Wer langfristig gesund altern möchte, sollte die Griffkraft nicht dem Zufall überlassen.

Ein E-Bike kann die Unabhängigkeit und Mobilität im Alter erheblich steigern. Es unterstützt beim Treten, entlastet die Gelenke und erlaubt längere Touren, ohne dass man sich körperlich überfordert.
Für Senioren mit nachlassender Griffkraft ist ein E-Bike besonders praktisch:
So bleibt die Griffkraft erhalten, während man aktiv bleibt und gleichzeitig die Freude am Radfahren genießen kann.
Die Griffkraft ist einer der unterschätztesten, aber aussagekräftigsten Marker für Longevity. Sie verbindet Muskelgesundheit, Nervensystem, Stoffwechsel und funktionelle Leistungsfähigkeit in einem einzigen, leicht messbaren Wert.
Wer sie erhält oder verbessert, investiert nicht nur in stärkere Hände – sondern in mehr Selbstständigkeit, Sicherheit und Lebensjahre.