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Klickpedale ohne Angst: So kommt man sicher aus den Pedalen – und vermeidet blaue Flecken

Fast jeder Rennradfahrer erinnert sich an diesen Moment: Man rollt langsam an eine Ampel, alles ist entspannt – und dann kippt man einfach um. Nicht schnell, nicht spektakulär, sondern quälend langsam.

Von Vincent Augustin 3 Minuten Lesedauer

Klickpedale ohne Angst
Über den Autor Vincent Augustin

Vincent ist Mitgründer von MYVELO und erfahrener Radsportler. Durch seine aktive Zeit im leistungsorientierten Rennradsport - inklusive Starts in der Rennrad-Bundesliga - bringt er fundierte Praxiserfahrung in die Entwicklung und Bewertung von Fahrrädern und E-Bikes ein. Vincent legt besonderen Fokus auf Qualität, Sicherheit und Langlebigkeit von Komponenten sowie auf die Frage, was ein Fahrrad im echten Einsatz leisten muss. Seine Artikel verbinden persönliche Erfahrung, technisches Verständnis und den Anspruch, verlässliche Orientierung für Kaufentscheidungen zu bieten. Jetzt mehr zu MYVELO erfahren

Veröffentlicht: 1. August 2026

Die gute Nachricht: 👉 Das passiert fast allen.
Die bessere Nachricht: 👉 Man kann es sehr leicht vermeiden.

In diesem Ratgeber geht es darum, wie man schnell und sicher aus Klickpedalen kommt, wie man das Ausklicken übt – und welche einfachen Tricks helfen, Stürze und blaue Flecken von Anfang an zu vermeiden.


Warum das Ausklicken am Anfang schwerfällt

Das Problem ist selten die Technik – sondern der Kopf.

  • Man vergisst im entscheidenden Moment auszuklicken

  • Man zögert zu lange

  • Die Bewegung ist noch nicht automatisiert

Beim Rennrad muss das Ausklicken reflexartig passieren – genau wie Bremsen. Und Reflexe entstehen nur durch Wiederholung.


Die wichtigste Regel zuerst: Auslösehärte reduzieren

Bevor man überhaupt losfährt:

✔ Auslösehärte auf Minimum stellen

Fast alle Klickpedale (SPD, SPD‑SL, Look) haben eine kleine Schraube zur Einstellung der Auslösekraft.

Für Einsteiger gilt:

  • so leicht wie möglich einstellen

  • lieber einmal zu leicht als zu schwer

👉 Ein unbeabsichtigtes Ausklicken ist harmlos.
👉 Nicht ausklicken können ist das eigentliche Problem.


Die richtige Bewegung: So klickt man sicher aus

❌ Häufiger Fehler

Viele versuchen, den Fuß nach oben zu ziehen. Das funktioniert nicht.

✔ Richtig ist:

  • Ferse nach außen drehen

  • flache, seitliche Bewegung

  • kein Ruck, kein Reißen

💡 Merksatz: „Nicht ziehen – drehen.“


Die 3‑Stufen‑Lernmethode für Klickpedale

1. Trockenübung im Stand

Bevor du eine Straße siehst:

  • Rennrad an eine Wand, Laterne oder Tür lehnen

  • ein‑ und ausklicken

  • 20–30 Wiederholungen pro Seite

Ziel: Die Bewegung fühlt sich langweilig an → dann sitzt sie.

2. Üben auf sicherem Untergrund

Ideal sind:

  • Wiese

  • leerer Parkplatz

  • ruhiger Radweg

Übung:

  • langsam rollen

  • bewusst ausklicken

  • anhalten

  • wieder einklicken

Nicht erst im Notfall üben, sondern kontrolliert und geplant.

3. Das „frühe Ausklicken“ trainieren

Der wichtigste Trick überhaupt:

👉 Immer ein paar Meter zu früh ausklicken.

  • vor Ampeln

  • vor Kreuzungen

  • vor engen Passagen

Man kann problemlos mit einem eingeklickten Fuß weiterrollen. Das gibt Sicherheit – und verhindert Panik.

Tipp: Es gibt verschiedene Artikel von Pedalen


Welche Seite zuerst ausklicken?

Ganz simpel:

  • die Seite, auf der man absteigen möchte

  • meist die stärkere oder sichere Seite

💡 Profi‑Tipp: Immer dieselbe Seite benutzen. Das schafft Routine.


Die besten Tricks gegen blaue Flecken und Stürze

1. Nie bis zum Stillstand warten

Die meisten Umfaller passieren bei Schrittgeschwindigkeit.
Deshalb: ausklicken, bevor man fast steht.

2. Ein Fuß bleibt immer frei

Grundregel:

  • ein Fuß eingeklickt

  • ein Fuß frei

Zwei eingeklickte Füße = unnötiges Risiko beim Anhalten.

3. Cleats korrekt montieren

Falsch montierte Cleats führen zu:

  • verzögertem Ausklicken

  • Knieschmerzen

  • Unsicherheit

Für Einsteiger gilt:

  • Cleats mittig unter dem Fußballen

  • neutral ausgerichtet

  • bei Bedarf im Fachhandel einstellen lassen

4. Schutz für die ersten Wochen

Kein Witz, sondern sinnvoll:

  • lange Radhose

  • leichte Knie‑ oder Hüftpolster unter der Kleidung (für Trainingsflächen)

👉 Ein paar Wochen Schutz sparen Wochen Frust.

5. Klickpedale sind keine Eile

Niemand muss nach zwei Ausfahrten perfekt klicken können.
Die meisten fühlen sich nach 5–10 Fahrten sicher – ganz automatisch.


Typische Anfängerfehler – und warum sie normal sind

  • Umfallen an der ersten Ampel

  • Zu spätes Ausklicken

  • Falsche Seite gewählt

  • Panikreaktion

Das gehört dazu. Wichtig ist nicht, ob es passiert – sondern, dass man daraus lernt.


Mentale Technik: Der wichtigste Hebel

Ein einfacher Gedanke hilft enorm:

„Ich klicke aus, nicht das Pedal hält mich fest.“

Klickpedale sind kein Käfig – sie sind ein Werkzeug. Sobald das im Kopf ankommt, verschwindet auch die Angst.


Fazit: Klickpedale sind sicher – wenn man sie richtig nutzt

Klickpedale sind kein Risiko, sondern ein Upgrade:

  • mehr Kontrolle

  • bessere Kraftübertragung

  • sicherer Tritt

Mit:

  • niedriger Auslösehärte

  • frühzeitigem Ausklicken

  • ein paar gezielten Übungen

werden sie schnell zur Selbstverständlichkeit – und blaue Flecken bleiben nur noch eine lustige Erinnerung aus der Anfangszeit.

Ein cleverer Trick für Einsteiger ist der Einsatz von Powermeter-Pedalen mit Magnetfunktion. Diese Pedale halten den Fuß zwar wie normale Klickpedale, lassen sich aber deutlich leichter und schneller ausklicken – gerade in kritischen Situationen wie Stopps an Ampeln oder engen Kurven. So können Anfänger schneller Vertrauen in das Ausklicken gewinnen, ohne auf die Vorteile von Klickpedalen verzichten zu müssen. Wer das direkt ausprobieren möchte, findet hier das passende Produkt: Wahoo POWRLINK ZERO Beidseitige Leistungspedale.

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