E-Bikes Trekking

Die Geschichte des Fahrrades ist schon rund 200 Jahre alt und sie scheint noch lange nicht zu Ende geschrieben. Die heute angebotenen Fahrräder sind immer weiter ausdifferenziert sowie perfekt für das gewünschte Einsatzgebiet konzipiert und ausgestattet. So ist es auch mit den immer beliebter werdenden E-Bikes. Sie sind längst mehr als nur ein Fahrrad mit Motor. Inzwischen sind nahezu alle Fahrradgattungen wie beispielsweise Mountainbikes, Rennräder, Citybikes oder Trekking-Räder mit elektrischer Unterstützung unterwegs. Alle haben ein unterschiedliches Einsatzgebiet und stellen deshalb auch unterschiedliche Erwartungen an die elektrische Unterstützung. Während sportliche Fahrer eher für den steilen Anstieg am Berg entlastet werden wollen, legt der Trekkingbiker auf ausdauernde Unterstützung wert. Er will auch nach vielen Stunden im Sattel immer noch auf seinen Motor und Akku vertrauen können.

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Worauf sollte man beim Kauf eines Trekking E-Bikes also achten?

Der Markt für E-Bikes insgesamt hat sich in den vergangenen Jahren sehr dynamisch entwickelt. Die Vorteile liegen auf der Hand. Längere Fahrstrecken bei höherer Geschwindigkeit überzeugen auch Fahrradmuffel. 1,36 Millionen E-Bikes wurden im Jahr 2019 in Deutschland verkauft, ein Plus von 39 Prozent. Erstmalig wurde damit die Millionenschwelle bei E-Bikes überschritten. Inzwischen ist jedes dritte Fahrrad auf Deutschland Straßen ein E-Bike. Experten rechnen damit, dass es in wenigen Jahren bereits jedes zweite Fahrrad sein wird. Vor allem die Innovationsfreude der Fahrradindustrie und ihre enorme Modellvielfalt, neue Geschäftsmodelle wie Leasing und Bikesharing und eine immer ausgereiftere Antriebs- und Batterietechnologie könnten dazu einen Beitrag leisten.

Was muss ich bei einem Trekking E-Bike beachten?

Trekking-Bikes sind die beliebten und robusten Alleskönner unter den Fahrrädern. Eigentlich wurden sie mal als Langstrecken- und Tourenrad konzipiert. Doch heute sind sie ganz selbstverständlich für viele Benutzer das Fahrrad für den Alltag. Das ist schnell zu erklären, denn ein Trekking E-Bike vereint nahezu alle Vorteile des E-Bikes in einem Fahrrad. Eine sportliche Fahrweise ist damit ebenso möglich wie steile Anstiege am Berg. Dabei ist das Trekking E-Bike komfortabel und mit Anbringungsmöglichkeiten konzipiert, die einen Alltagseinsatz problemlos ermöglichen.

Genau diese Vielfältigkeit zeichnet ein gutes Touren E-Bike aus. Damit diese Belastungen möglich sind, muss ein Trekking E-Bike über einen stabilen Rahmen verfügen und eine solide Technikausstattung. Die setzt sich aus Akku und Antrieb zusammen. Vor allem die Akkuleistung sollte für lange Touren ausreichen und für den Alltag möglichst diebstahlsicher ins Fahrrad integriert sein. Weil ein Trekking E-Bike durchaus um die 20 Kilogramm wiegen kann und zusätzlich noch eine Menge Gepäck transportieren kann, sind leistungsfähige Bremsen, idealerweise hydraulische Scheibenbremsen, eine Voraussetzung für ungetrübten Fahrradgenuss.

Trekking E-Bike verfügen in der Regel zudem über eine Kettenschaltung, mit der für jede Fahrsituation der richtige Gang gewählt werden kann. Bei einer Nabenschaltung sollten mindestens acht Gänge vorhanden sein, um auch etwas steilere Anstiege problemlos zu meistern. Nabenschaltungen bieten während der Fahrt durch ihre einfache Bedienbarkeit etwas mehr Komfort. Allerdings haben sie bei Trekkingrädern einen entscheidenden Nachteil. Sollte es auf einer Tour zu einer Reifenpanne kommen, so gestaltet sich der Reifenwechsel bei einer Nabenschaltung deutlich komplizierter und aufwendiger als bei einer Kettenschaltung.

Die Reifenwahl ist bei Trekking E-Bike ebenso bedeutend. Wer hauptsächlich auf Asphalt unterwegs ist wählt einen anderen Reifen, als Fahrer die auch auf Wald- und Feldwegen über den notwendigen Grip verfügen wollen. In allen Fällen sollte ein Trekking E-Bike mit Reifen ausgestattet sein, die eine hohe Pannensicherheit aufweisen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Trekking E-Bike und einem City E-Bike ?

Während das Elektro Trekkingrad häufig auch im Alltag benutzt wird und dazu auch geeignet ist, so ist ein City E-Bike genau dafür konzipiert. Räder der Brot-und-Butter-Kategorie nennt das der Fachhandel und meint damit ein Fahrrad für den täglichen sorgenlosen Einsatz. Angeboten werden sie als Dame E-Bike und Herren E-Bike.

Im Gegensatz zum E-Trekkingbike wird das City-Bike eher für kurze Strecken genutzt. Der durchschnittliche Fahrradfahrer fährt in der Regel nur wenige hundert Kilometer im Jahr mit seinem Fahrrad. Deshalb stellt er ganz andere Anforderungen als ein Tourenfahrer, der es problemlos auf mehrere tausend Kilometer pro Jahr bringt.

Das City-Bike ist dem Namen nach ein Stadtrad und sollte auch so konzipiert sein. Das bedeutet Pannensicherheit, Fahrkomfort und Sicherheit im Verkehr stehen an erster Stelle. Das macht sich schon an der Schaltung bemerkbar. Während bei einem Trekking E-Bike eine hohe Bandbreite möglicher Übersetzungen erforderlich ist, reichen bei einem City E-Bike wenige Gänge aus.

Folglich sind die viele City Pedelecs mit einer komfortableren und fast wartungsfreien Nabenschaltung ausgestattet. Die ist robust, ihre Funktionsweise sofort verständlich und sie schaltet bei jedem Wetter ohne Probleme und -dank Kettenschutz - ohne die Kleidung zu verschmutzen. Nabenschaltungen an City E-Bikes sind meist – je nach Preisklasse – mit 3 bis 8 Gängen ausgestattet.

So verfügen beide Fahrradtypen zwar über eine große Schnittmenge, vor allem die Alltagstauglichkeit und die uneingeschränkte Zulassung für den Straßenverkehr (StVZO-konform) sind an dieser Stelle zu nennen. Allerdings, während Trekking E-Bikes auch ein paar sportliche Gene im Gepäck haben, sind City E-Bikes komplett auf Komfort und möglichst wartungsfreie Nutzung ausgerichtet, oft in modernem Design für den urbanen Lifestyle. Für kurze Wege in der Stadt ist das City E-Bike das ideale Fahrrad.

Ausgestattet mit einem Nabendynamo und einer leistungsfähigen Beleuchtung ist es das ganze Jahr über, im Hellen oder im Dunklen, bei Wind und Wetter einsetzbar. Wer aber auch am Wochenende mal einen längeren Ausflug plant, ist mit einem Trekking E-Bike besser bedient. Es lässt sich ebenso unkompliziert im Alltag nutzen, verfügt aber über ein paar zusätzliche Eigenschaften, die auch längere Fahrradtouren problemlos ermöglichen.

Was für Trekking E-Bikes Hersteller gibt es?

Heute bieten nahezu alle Markenhersteller und Handelsmarken eine Vielzahl von Touren E-Bikes für Damen und Herren an. Dabei ist die Bandbreite enorm und reicht von preiswerten Einstiegrädern bis hin zu hochwertigen Trekking E-Bikes mit Preisen, die einem Kleinwagen entsprechen. Besonders sportliche und innovative Trekking E-Bikes bietet die Marke Focus, die zur Derby Cycle Gruppe gehört, die unter anderem auch die Trekking E-Bikes von Kalkhoff, beispielsweise die Endeavour Modellreihe, vertreibt.

Die neuen Modelle sind alle mit einer hochgestellten 2 benannt, die den besonderen potenzierten Spaßfaktor der Trekking E-Bikes gegenüber ihren nicht motorisierten Kollegen betont. Solide ausgestattete Trekking E-Bikes für den preissensibleren Käufer bietet die traditionsreiche deutsche Fahrradmarke Kalkhoff. Das Unternehmen bietet seine Trekking E-Bikes mit einem selbst entwickelten Antrieb und Motor aus.

Mit der Modellreihe Endeavour hat Kalkhoff besonders stabile aber gleichzeitig leichte Trekking E-Bikes für Damen und Herren im Angebot. Damit kommen Fahrer auf ihre Kosten, die ein Trekking E-Bike kaufen wollen, das Komfort mit Sportlichkeit verbindet und dabei keine Kompromisse bei der Qualität eingeht.

Zu den jungen Wilden im Geschäft gehört der in Heidelberg ansässige Hersteller Coboc, der das Prinzip Trekking E-Bike bzw. Touren E-Bike völlig neu interpretiert hat. Nicht einfach nur Motor und Akku an ein Fahrrad schrauben, sondern eine vollständige Integration stand bei den Heidelbergern von Beginn an auf dem Plan. Seit 2011 baut das Unternehmen E-Bikes für Herren und Damen und hat sich in dieser Zeit eine kleine Fangemeinde aufgebaut. Angeboten werden pendlertaugliche E-Bikes für Damen und Herren, die überzeugende Leistungen bei hohem Komfort ermöglichen und dabei mit urbanem Style aus der Masse ausbrechen.

Darüber hinaus gibt es inzwischen mehrere hundert weitere Fahrradmarken, die Trekking E-Bikes im Angebot haben. Um sich in diesem Dschungel zurecht zu finden, gibt es ein paar Merkmale, auf die man beim Kauf eines Trekking E-Bikes achten sollte. Dazu gehört neben der Ausstattung der Fahrräder auch die Erfahrung des Herstellers mit der E-Bike-Technologie. Wer Wert darauf legt, auch in einigen Jahren noch auf Ersatzteile zugreifen zu können, sollte sich für eine der großen und bekannten Fahrradmarken entscheiden und auch bei den Komponenten auf Markenqualität achten.

Wo sitzt der Motor bei einem Trekking E-bike?

Für die Reichweite eines Trekking E-Bikes ist neben dem Akku auch der Motor von entscheidender Bedeutung. Die Motoren können sowohl am Vorderrad oder am Hinterrad angebracht werden, am verbreitetsten ist allerdings der sogenannte Mittelmotor, der direkt am Tretlager untergebracht ist.

Eine Ausstattung mit einem Vorradmotor ist meist bei preiswerteren E-Bikes zu finden und hat meist durch sein Gewicht spürbare Auswirkungen auf das Lenkverhalten. Weil Motoren im Vorderrad zudem deutlich hörbarer sind, werden sie kaum nachgefragt und nur noch selten verbaut.

Hinterradmotoren sorgen für ordentlich Schub und sind deshalb eher bei sportlichen E-Bikes im Einsatz. Sie ermöglichen problemlos die Nutzung von 2 oder 3 Kettenblättern. Durch die Möglichkeit der Energierückgewinnung, Rekuperation genannt, können sie während der Fahrt den Akku wieder aufladen. Dafür kann an einem Heckmotor keine Rücktrittbremse verbaut werden.

Vor allem für Trekking E-Bikes ist die Position des Mittelmotors für ein angenehmes Fahrgefühl ideal, denn sie ist sehr stabil und sorgt auch bei schwer beladenen Rädern nicht für Ungleichgewichte und damit eine schwierigeres Handling des Rads. Ein Mittelmotor sollte deshalb für ein Trekking E-Bike die erste Wahl sein. Zudem bieten Mittelmotoren, wie sie etwa von Bosch und Shimano angeboten werden, durch ihr niedrigeres Gewicht auch Komfortvorteile.

Trekking E-Bikes mit einem Mittelmotor können mit einer ergänzenden Federung ausgestattet sein und dadurch ein besseres Fahrgefühl ermöglichen. Allerdings sind Mittelmotoren anfälliger für Verschleiß, unter anderem, weil sie ihre Kraft direkt auf die Kette bringen. Das ermöglicht allerdings einen sparsameren Stromverbrauch und dadurch mehr Reichweite.

Zwar sind nicht alle Mittelmotoren mit allen Schaltungen kompatibel, die Kombination Bosch und Shimano funktioniert aber in den meisten Fällen. Mittelmotoren sind in der Regel mit nur einem Kettenblatt ausgestattet. Inzwischen sind allerdings auch Mittelmotoren verfügbar die ein zweites Kettenblatt ermöglichen und damit mehr Schaltungsvariationen. Manche Anbieter von Mittelmotoren bieten inzwischen auch automatische Getriebe an.

Wo findet ein Trekking E-Bike seinen Einsatz?

Trekking E-Bikes haben unter den E-Bike-Fahrern die größte Fangemeinde. Die Kombination eines leistungsfähigen Motors mit einem ausdauernden Akku macht die Trekking E-Bikes zu einem idealen Begleiter auf langen Fahrradtouren, aber ebenso im Alltag und zum Pendeln. Man könnte das Trekking E-Bike als idealen Kompromiss der gängigen Fahrradgattungen betrachten. Es ist deutlich sportlicher und leichter unterwegs als ein City E-Bike, gleichzeitig aber wesentlich komfortabler als ein E-Mountain- oder E-Crossbike.

Eine robuste Rahmenkonstruktion und stabile Gepäckträger ermöglichen es auf einem Trekkingbike auch etwas höhere Lasten problemlos zu transportieren. Das können unterwegs die vollgepackten Reisetaschen sein und im Alltag der Wocheneinkauf. Durch den elektrischen Schub kommt der Fahrer eines Trekking E-Bikes praktisch kaum an seine Grenzen.

Im Segment der Trekking E-Bikes haben sich vor allem Bosch und Shimano mit ihren Mittelmotoren einen guten Namen gemacht. Je nach Ausstattung bieten sie ein hohes Drehmoment für schnelle Beschleunigung und souveräne Bergauffahrten. Abgestimmt mit dem richtigen Akku bieten sie inzwischen Reichweiten von über 200 Kilometern und sind damit für den Tourenfahrer ideal. Für preissensiblere Kunden hat sich der chinesische Anbieter Bafang in den letzten Jahren positioniert und bietet leistungsfähige, aber auch leichte Mittelmotoren an. Vor allem das Gewicht spielt für Fahrer die auch jenseits der 25 km/h unterwegs sind eine entscheidende Rolle.

Wie viel Gebirge geht mit einem Trekking E-bike?

Mühsam mit geringer Geschwindigkeit eine Steigung zu bewältigen, ist der Greul aller Radfahrer. Doch für E-Bike-Fahrer ist das Vergangenheit. Sie schaffen dank ihrer Unterstützung auch steile Anstiege ohne großen Aufwand. Entscheidend dafür ist das Drehmoment des Motors. Das maximale Drehmoment ergibt sich aus der eigenen Kraft und der Leistungsfähigkeit des Motors. An dieser Stelle kommen wieder die Mittelmotoren ins Spiel, denn sie unterstützen den Fahrer mit dem größten Drehmoment.

Damit sind dann auch längere Anstiege oder hügeliges Gelände kein Problem mehr. Am deutlichsten kann man den Schub beim Anfahren am Berg spüren. Quasi von null auf eine angemessene Geschwindigkeit in wenigen Sekunden. Ein Mittelmotor mit einer Leistung von mehr als 50 Nm (Newtonmeter) schafft locker eine Steigung von 19 Prozent, so wie sie in bergigerem Gelände durchaus üblich ist. Das Ideal ergibt sich immer aus der eigenen Trittfrequenz und der Motorunterstützung. Je höher die Trittfrequenz, umso geringer die erforderliche Motorunterstützung und das hat Auswirkungen auf die Akkuleistung. Übrigens gilt das gleiche bei starkem Wind.

Trekking E-Bike - dein Fahrrad für den Alltag

Ein Trekking E-Bike ist für die City ebenso geeignet wie für lange Touren oder das tägliche Pendeln. Dafür sollte das E-Bike über einige Ausstattungsmerkmale verfügen, die sowohl eine komfortable Nutzung ermöglichen als auch den Anforderungen der Straßenverkehrsordnung entsprechen. An erster Stelle steht natürlich ein passender Rahmen in der richtigen Größe.

Dabei gilt, ein etwas zu kleiner Rahmen lässt sich problemlos an die Körpergröße anpassen, ein zu großer Rahmen nicht. Für Herren E-Bikes im Trekkingbereich werden meist die sogenannten Diamantrahmen mit einem horizontal verlaufenden Oberrohr angeboten. Sie sorgen für größtmögliche Stabilität und sicheres Fahren. Für Damen E-Bikes ist das Pendant der Trapezrahmen, bei dem das Oberrohr etwas niedriger angebracht ist.

Dazu kommt die Ausstattung mit dem richtigen Antrieb und Akku. Wer sein E-Bike hauptsächlich für kurze Strecken im flachen Gelände nutzt braucht weniger Leistung, als wenn er im hügeligen Gelände unterwegs ist und auch längere Strecken fährt. Übrigens sind Reichweiten von mehr als 100 Kilometern für die meisten Trekking E-Bikes kein Problem.

Für den alltäglichen Gebrauch gehören aber auch Schutzbleche und eine gute Lichtanlage dazu. Die werden idealerweise über einen Nabendynamo oder den Akku betrieben. Inzwischen sind Lichtanlagen verfügbar, die ergänzend über Fernlicht und/oder Bremslicht verfügen. Die Bremsen als weiteres wichtiges Sicherheitsmerkmal sollten das etwas schwere Trekking E-Bike jederzeit problemlos zum Stehen bringen. Deshalb sind E-Bikes meist mit hydraulischen Scheibenbremsen ausgestattet. Trekking E-Bikes mit Nabenschaltung bieten oft auch eine ergänzende Rücktrittsbremse an. Damit auch die Radtour möglich wird, sollte der Rahmen über Anbringungsmöglichkeiten für Fahrradtaschen verfügen.

Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist der richtige Sattel. Im Lieferzustand ist meist ein Sattel enthalten, der für viele Fahrer schon eine komfortable Sitzposition ermöglicht. Für Fahrer, die mit dem Standardsattel nicht zurechtkommen, bietet der Handel zahlreiche Alternativen an. Hier gilt probieren über studieren.