Carbon Klapprad Tiefeinsteiger - leicht, komfortabel und praktisch
Carbon und Tiefeinsteiger gelten beide als Komfort-Features beim Klapprad – aus ganz unterschiedlichen Gründen. Das eine spart Gewicht, das andere erleichtert das Auf- und Absteigen. Dieser Artikel erklärt, was hinter beiden Begriffen steckt, warum sie sich in der Praxis selten in einem Modell vereinen lassen und welches MYVELO Klapprad für welchen Anspruch die bessere Wahl ist.
Von Fabian Huber 4 Minuten Lesedauer
Was ist ein Carbon Klapprad?
Ein Carbon Klapprad ist ein faltbares Fahrrad, dessen Rahmen aus Carbonfaser statt aus Aluminium oder Stahl gefertigt ist. Carbon lässt sich bei vergleichbarer Steifigkeit deutlich leichter verarbeiten als Aluminium – ein Vorteil, der sich bei einem Klapprad besonders bemerkbar macht, weil es ohnehin regelmäßig getragen und in Bus, Bahn oder Kofferraum verstaut wird.
Ein konkretes Beispiel dafür ist das MYVELO Monza: Mit 14,8 kg wiegt es über 7 kg weniger als das MYVELO Zürich (22 kg), das im Alu-Segment ohnehin schon als besonders leicht gilt. Auf dieses Gewicht kommt Carbon nicht nur durch das Material selbst, sondern auch durch die kompakte, geschlossene Rahmenform – dazu gleich mehr.
Was bedeutet Tiefeinsteiger beim Klapprad?
Ein Tiefeinsteiger-Rahmen verzichtet auf ein durchgehendes, hoch angesetztes Oberrohr. Dadurch lässt sich das Fahrrad seitlich besteigen, ohne das Bein hoch über den Sattel schwingen zu müssen. Das erleichtert das Auf- und Absteigen im Stop-and-Go-Verkehr, bei Gepäck oder Alltagskleidung und ist gerade für ältere Fahrer oder Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit spürbar komfortabler.
Beim MYVELO Berlin etwa ist das Oberrohr komplett entfernt, beim Fatbike-Klapprad MYVELO Rio liegt die Einstiegshöhe bei nur rund 41 cm. Beide zählen zu den Tiefeinsteiger-Modellen im MYVELO Sortiment.
Das Klapprad Monza ist analog dem Zürich mit ca. 55cm im mittleren Bereich beim Einsteigen:

Warum Carbon und Tiefeinsteiger selten zusammen vorkommen
Ein klassischer Diamant-Rahmen mit Oberrohr ist konstruktiv besonders steif, weil er ein geschlossenes Dreieck bildet. Ein Tiefeinsteiger-Rahmen verzichtet auf genau dieses Oberrohr und muss die fehlende Verstrebung über ein verstärktes Unterrohr und eine robustere Sattelstütze ausgleichen. Bei Aluminium lässt sich das vergleichsweise günstig lösen. Bei Carbon würde die zusätzliche Verstärkung genau den Gewichtsvorteil auffressen, der den Werkstoff überhaupt erst attraktiv macht.
Deshalb setzen Hersteller Carbon meist bei kompakten, geschlossenen Rahmenformen ein, die primär auf minimales Gewicht optimiert sind – wie beim MYVELO Monza. Tiefeinsteiger-Komfort gibt es aktuell dagegen fast ausschließlich bei Aluminium-Modellen wie dem MYVELO Berlin oder Rio. Wer beides zugleich sucht, muss sich in der Praxis meist für einen Schwerpunkt entscheiden.
Die Vorteile eines Carbon-Rahmens beim Klapprad
Das geringere Gewicht ist der offensichtlichste Vorteil: Wer sein Klapprad regelmäßig Treppen im Bahnhof hoch- oder in den Zug hineinträgt, spürt jedes eingesparte Kilo direkt im Alltag. Carbon bietet dabei bei geringem Gewicht eine hohe Steifigkeit, was sich vor allem bei den kleinen 20-Zoll-Laufrädern von Klapprädern in einer effizienteren Kraftübertragung beim Treten bemerkbar macht. Hinzu kommt, dass Carbon Vibrationen besser dämpft als Metall – auf Kopfsteinpflaster oder schlechten Straßen kommt dadurch spürbar weniger im Lenker und Sattel an, was gerade auf längeren Strecken die Ermüdung reduziert.
Die Vorteile eines Tiefeinsteiger-Rahmens
Der größte Vorteil liegt im entspannten Auf- und Absteigen – auch wenn das Rad beladen ist oder häufig angehalten werden muss, etwa beim Pendeln zwischen Bahnsteig und Büro. Weil kein Bein über den Sattel geschwungen werden muss, sinkt zudem das Sturzrisiko in engen oder belebten Situationen, etwa an vollen Bahnsteigen. In Kombination mit dem Klappmechanismus lässt sich ein Tiefeinsteiger-Klapprad so besonders schnell auf- und wieder zusammenklappen, ohne dass Balance oder Beweglichkeit zur Hürde werden.
MYVELO Klappräder im Vergleich
| Modell | Rahmen | Gewicht | Tiefeinsteiger | Reichweite | Preis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berlin | Aluminium | 25 kg | Ja | bis 110 km | 2.199 € |
| Zürich | Aluminium | 22 kg | Nein | bis 110 km | 1.999 € |
| Rio | Aluminium (Fatbike) | 26,5 kg | Ja (Einstiegshöhe 41 cm) | bis 170 km | 2.649 € |
| Monza | Carbon | 14,8 kg | Nein | bis 110 km | ab 3.199 € (Vorbestellung) |
Das Monza ist aktuell ausschließlich auf Vorbestellung für das kommende Modelljahr erhältlich. Wer sofort verfügbare Modelle sucht, findet mit Berlin, Zürich und Rio drei Aluminium-Klappräder, die je nach Priorität – Gewicht, Einstieg oder Reichweite – zur Wahl stehen.
Für wen eignet sich welches Modell?
Wer das absolut geringste Gewicht möchte und mit einem klassischen Rahmen ohne Tiefeinstieg gut zurechtkommt, ist mit dem Monza am besten beraten – vorausgesetzt, die Wartezeit auf die Vorbestellung ist kein Ausschlusskriterium. Wer dagegen Wert auf einen komfortablen, tiefen Einstieg legt, etwa weil das Rad täglich im Stop-and-Go-Verkehr genutzt wird oder das Auf- und Absteigen mit Gepäck erleichtert werden soll, greift zum Berlin oder – bei zusätzlichem Bedarf an mehr Reichweite und stabileren Reifen für unebenes Terrain – zum Rio. Wer eine Balance aus geringem Gewicht, günstigem Preis und klassischem Rahmen sucht, ohne auf den Tiefeinstieg angewiesen zu sein, findet im Zürich das leichteste sofort verfügbare Modell im MYVELO Sortiment.
Worauf Du beim Kauf achten solltest
Unabhängig vom Rahmenmaterial lohnt sich ein Blick auf drei Punkte: Das Gewicht sollte zum tatsächlichen Einsatzzweck passen – wer das Rad täglich Treppen hochträgt, profitiert stärker von jedem eingesparten Kilo als jemand, der es nur gelegentlich verstaut. Der Faltmechanismus sollte sich stabil, einfach und ohne Werkzeug in wenigen Sekunden bedienen lassen. Und bei der Laufradgröße gilt: 20 Zoll ist bei Klapprädern der gängige Kompromiss zwischen kompaktem Packmaß und ruhigem Fahrverhalten – kleinere Größen sparen Platz, größere bieten mehr Fahrstabilität.
Fazit
Carbon und Tiefeinsteiger sind zwei unterschiedliche Komfortversprechen, die sich in der Praxis selten in einem Klapprad vereinen lassen: Carbon spart vor allem Gewicht, ein Tiefeinsteiger-Rahmen erleichtert das Auf- und Absteigen. Welches Kriterium wichtiger ist, hängt vom eigenen Alltag ab – und lässt sich am besten anhand konkreter Modelle wie Berlin, Zürich, Rio oder Monza entscheiden statt anhand der Werbeversprechen einer einzelnen Rahmenkategorie.
Die passenden Modelle findest Du in der Übersicht aller Klappräder im MYVELO Shop.
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