E MTB

Wir erklären E-Mountainbikes!

Seit nunmehr über 40 Jahren erfreut sich das Mountainbike ungebrochener Beliebtheit. Das MTB ist das Modell der Wahl für abenteuerlustige, die auch gerne mal abseits von befestigten Straßen auf holprigen Waldwegen unterwegs sind. Mit dem richtigen Mountainbike springen Sie mühelos über Hindernisse und rasen sicher über Gesteinspisten. Ein “hier geht es nicht weiter” gibt es für einen Mountainbiker nicht. Einzig ein “ich bin K.O. und kann nicht mehr” haben dem Outdoor-Spaß bislang Grenzen gesetzt. Doch auch das gehört jetzt, dank moderner Technik, der Vergangenheit an. Ein E-Mountainbike verfügt über einen leistungsfähigen Elektromotor und hilft Ihnen damit auch die letzten Hürden nehmen, an denen Sie vorher vielleicht gescheitert wären. Mit der Hilfe eines E-Bike Mountainbike werden Sie nie wieder in die Situation kommen, vor dem letzten Hügel zu kapitulieren und eine zusätzliche, ungeplante Rast einlegen zu müssen. Ein E-Bike MTB mit einem leistungsfähigen Elektromotor verhilft Ihnen so zu dem vermutlich freiesten Fahrvergnügen, das Sie je hatten. Egal ob Sie sich am Ende für ein E-Bike Fully oder ein Hardtail entscheiden.

Was muss ich bei einem E Mtb beachten?

E-Bikes generell und damit natürlich auch Elektro Mountainbikes gibt es in verschiedenen Ausführungen. Der Oberbegriff E-Bike umfasst drei Kategorien (Pedelecs, S-Pedelecs, E-Bikes), die sich in der Art und Weise unterscheiden, wie sehr sie den Fahrer mit zusätzlicher Leistung unterstützen. Grundsätzlich ist ein E-Bike erst einmal ein ganz normales Fahrrad, das per Körperkraft betrieben wird. Modernen E-Bikes und E-MTBs sieht man den Unterschied zum klassischen Rad auf den ersten Blick auch nicht mehr unbedingt auf den ersten Blick an. Doch wo liegen nun die Unterschiede zwischen den verschiedenen E-Modellen? Grob gesagt unterstützen Pedelecs und S-Pedelecs den Radler nur bis zu einer bestimmten Maximalgeschwindigkeit mit Zusatzkraft, und nur solange man in die Pedale tritt. Mit einem E-Bike kann man dagegen theoretisch auch ganz ohne die Pedale zu bedienen durch Stadt und Land flitzen.

Hier eine Übersicht über die verschiedenen Varianten:

Was ist ein Pedelec?

  • Fahrtmodus: Unterstützung bis 25 km/h
  • Motorenleistung: bis 250 Watt
  • gesetzlicher Status: Fahrrad
  • gesetzliche Zusatz-Voraussetzungen: keine
  • gesetzliche Einschränkungen: wie normales Fahrrad

Was ist ein S-Pedelec? 

  • Fahrtmodus: Unterstützung bis 45 km/h
  • Motorenleistung: bis 500 Watt
  • gesetzlicher Status: Kleinkraftrad 
  • gesetzliche Zusatz-Voraussetzungen: Betriebserlaubnis, Haftpflichtversicherung, Mofa-Führerschein, Schutzhelm
  • gesetzliche Einschränkungen: nur auf Wegen, die für Kraftfahrzeuge freigegeben sind

Was ist ein E-Bike?

  • Fahrtmodus: Selbstfahrmodus bis 20 km/h
  • Motorenleistung: bis 500 Watt
  • gesetzlicher Status: Kleinkraftrad
  • gesetzliche Zusatz-Voraussetzungen: Betriebserlaubnis, Haftpflichtversicherung, Mofa-Führerschein
  • gesetzliche Einschränkungen: nur auf Wegen, die für Kraftfahrzeuge freigegeben sind

Was ist das Resultat aus den verschiedenen E-Bike Klassen?

Ein Resultat aus den gesetzlichen Einschränkungen ist, dass es E Mountainbikes in Deutschland eigentlich nur als Pedelecs gibt (also mit Unterstützung bis 25 km/h). Das Pedelec ist nämlich der einzige E-Bike-Typ der in Deutschland generell für Forstwege und Wälder zugelassen ist. Wer also auf der Suche nach einem Bike mit Selbstfahrfunktion ist, wird im Bereich der E-Bike MTBs nur schwer fündig werden.

Es gibt jedoch Pedelecs, die als Anfahrhilfe am Berg eine Selbstfahrfunktion bis 6 km/h anbieten, ohne dabei ihren Status als Fahrrad einzubüßen.

Was sind die wichtigsten Unterschiede zwischen einem E-Mountainbike und einem klassischen unmotorisierten Modell?

Diese Frage lässt sich auf drei Faktoren herunterbrechen, die einem sofort bei der ersten Probefahrt auffallen werden und die alle direkt mit der verbauten Technik zusammen hängen.
  • mehr Power
  • mehr Gewicht
  • mehr Robustheit
Dass ein E-Bike mehr Leistung mitbringt, wird kaum jemanden überraschen, denn darum geht es ja in erster Linie. Diese Tatsache hat aber noch weitere Konsequenzen für das Design der Mountainbikes und deren Fahreigenschaften. Denn dieser höheren Leistung ist es geschuldet, dass von den Herstellern auch robustere Rahmen und stabilere Materialien verbaut werden, was das ganze Gefährt unempfindlicher werden lässt.

Das höhere Gewicht ist für sich gesehen erst einmal ein Nachteil, weswegen Mountainbike-Fans die Elektromodelle auch zuerst links liegen ließen, als die ersten Mountainbikes mit Elektromotor auf den Markt kamen. Das hat sich aber in der Zwischenzeit geändert. Nicht nur, weil es erhebliche Verbesserungen im Design gab. Es hat sich gezeigt, dass das höhere Gewicht sogar zu einem verbesserten Fahrverhalten führt, sofern Mittelmotoren (mehr dazu weiter unten) zum Einsatz kommen. Das Fahrrad fühlt sich im Gelände spurtreuer an und fährt sich sicherer. Und der Nachteil, den das Gewicht im Antritt mit sich bringt, wird durch den Motor wieder ausgeglichen.

Auch für den potenziellen Käufer der E-Variante eines Mountainbikes stellt sich die Frage, ob man nun mit einem E-Bike Fully oder mit einem Hardtail besser beraten ist. Die Antwort ist: Das hängt ganz davon ab, was Sie mit dem Rad vorhaben. Lesen Sie im folgenden Abschnitt mehr über die Unterschiede zwischen einem Fully und einem Hardtail und für wen sich welches Modell am besten eignet.

Was ist der Unterschied zwischen einem E MTB Fully und einem E MTB Hardtail?

Der Unterschied zwischen einem Fully und einem Hardtail MTB liegt im unterschiedlichen Einsatz der Federung. Ein E Mountainbike Fully ist vollgefedert, also an Gabel und Heck. Ein E-Bike Hardtail verfügt nur über eine Frontfederung und hat ein starres Heckteil

Grundsätzlich kann man sagen, dass ein E Mountainbike Fully durch die bessere Federung mehr Komfort bietet. Ein Hardtail bietet dagegen die bessere Kraftübertragung. Bei einem Mountainbike Fully geht immer ein gewisser Teil des Antritts durch die Heckfederung verloren. Das ist auch bei einem E-Bike nicht anders, da Sie ja immer noch selbst in die Pedale treten müssen. Ein E-Bike Fully kann genau diesen Nachteil durch seine zusätzliche Motorisierung aber wieder ausgleichen. Der Verlust bei der Kraftübertragung macht sich für den Fahrer daher weniger stark bemerkbar. Das E Mountainbike Fully ist also definitiv das Modell der Wahl, wenn man vorhat sich in schweres Gelände zu begeben, wo der Vorteil der Heckfederung zum Tragen kommt.

Das E-Bike Hardtail ist das Allrounder-Modell unter den Mountainbikes. Genau wie bei den unmotorisierten Modellen auch, ist beim E-Bike Hardtail die Kraftübertragung perfekt. Es eignet sich daher optimal zum Fahren in der Stadt und auf befestigten Straßen, aber auch in leichtem bis mittlerem Gelände. Das Hardtail ist damit ein perfekter Mittelweg zwischen alltagstauglichem Fortbewegungsmittel und Sportgerät.

Was für Hersteller E Mountainbikes Hersteller gibt es?

Wer sich für ein Elektro-MTB entschieden hat, bewegt sich also im Bereich der Pedelecs, also bei Bikes mit Kraftunterstützung bis 25 km/h und Offroad Eignung. Genau wie auch bei den klassischen unmotorisierten Mountainbikes auch, stellt sich für potenzielle Käufer als Nächstes die Frage nach dem richtigen Modell. Das Angebot ist vielfältig und der Kauf will wohlüberlegt sein. Es finden sich Angebote für jeden Geldbeutel. Auch die namhaften Hersteller führen in ihren Produktlinien hochwertige Modelle zu erschwinglichen Preisen.

Hier eine kleine Übersicht der bekanntesten E-MTB-Hersteller:

  • Focus
  • Kalkhoff
  • myvélo
  • Cannondale
  • BMC
  • Cube
  • Carver
  • Diamant
  • Dancelli
  • E-Bike Manufaktur

 

Auf was muss geachtet werden bei der Wahl eines E-Mtb?

Bei der Auswahl des Modells sollten Sie neben der Rahmengröße auch auf die vorhandenen Schutzelemente für die eingebaute Elektronik, die Bereifung, und die Leistung achten. Die wichtigsten Kriterien sind hierbei Akku, Motor und Geschwindigkeitssensoren. Der Akku und der Motor definieren die Leistung, die das Rad mitbringt, die Sensoren sind dafür verantwortlich zu ermitteln, wann diese Leistung zugeschaltet wird.

Was sind die Einsatzmöglichkeiten für ein E-Mountainbike?

Die Einsatzmöglichkeiten der E Mountainbikes überschneiden sich naturgemäß mit denen der nichtmotorisierten Varianten. Dank des eingebauten Motors wird Ihnen das Fahrenaber leichter fallen, egal in welchem Einsatzgebiet sie letztendlich unterwegs sein werden. Gerade für weniger trainierte Biker und Einsteiger kann das Elektro-Mountainbike eine gute Wahl sein. Mit weniger eigener Körperkraft werden diese Fahrer in die Lage versetzt auch mit besser trainierten Fahrern mithalten zu können. Das macht eine gemeinsame Tour mit Freunden auf unterschiedlichen Leistungsleveln für alle Teilnehmer entspannter, da niemand unter- oder überfordert wird.

So lässt sich die frei zuschaltbare Motorenkraft beispielsweise nutzen, um nach längerem Fahren eine Verschnaufpause anzulegen, ohne dass Sie selbst, oder sogar die ganze Gruppe anhalten müssen. Oder man kann sich dazu entscheiden den Mountainbike-Trail selbst, ohne Motor zu absolvieren, dafür aber auf dem Hin- und Rückweg, dank Motorunterstützung Kräfte sparen.

Wo sitzt der Motor bei einem E-Mountainbike?

Bei modernen E-Bike Mountainbikes kommen fast ausschließlich Mittelmotoren zum Einsatz. Diese werden direkt am Tretlager verbaut. Das zusätzliche Gewicht an dieser Stelle ist günstig für die Stabilität des Bikes. Das Fahrverhalten wird verbessert und die Spurtreue im Gelände wird erhöht.

Die Motoren sind neben dem Akku mit das wichtigste Bauteil des E-Bike Mountainbike und maßgeblich für die Performance verantwortlich. Man sollte beim Kauf daher ein besonderes Augenmerk auf dieses Bauteil legen. Die Motoren unterscheiden sich unter anderem in Gewicht, Leistung, Drehmoment, Geschwindigkeit, Unterstützungsstufen und Unterstützungsgrad.

Beispielhaft sind hier die technischen Details von zwei Mittelmotoren führender Hersteller (Bosch und Shimano) aufgeführt:

Was sind die Details des Bosch Performance Line CX GEN4?

Position: Mittelmotor
Gewicht: 2,9 kg
Leistung: 250W
max. Drehmoment: 75 Nm
Geschwindigkeit: 25 km/h
Unterstützungsstufen: 4 (TURBO, eMTB, TOUR, ECO)
Unterstützungsgrad:
TURBO: 340 %
eMTB: 140 % - 340 %
TOUR: 140 %
ECO: 60 %
Besonderheiten: e-MTB Modus
E-Bike Marken: Cannondale: Corratec, FOCUS, Haibike, Hercules, Riese & Müller, Winora

Was sind die Details des Shimano Steps E8000?

Position: Mittelmotor
Gewicht: 2,8 kg
Leistung: 250W
max. Drehmoment: 70 Nm
Geschwindigkeit: 25 km/h
Unterstützungsstufen: 3 (BOOST, TRAIL, ECO)
Unterstützungsgrad: bis zu 300 %
Besonderheiten: Dynamische Unterstützung
E-Bike Marken: BH Bikes, FOCUS, Hercules, Husqvarna

Wie viel Akkukapazität braucht ein E MTB?

Der Akku ist der zweite entscheidende Faktor, der die Leistung des E-Bike MTB bestimmt. Die Leistungsfähigkeit eines Akkus wird mit Ampere- oder Wattstunden angegeben. Um dem E-Bike-Nutzer eine verständlichere Angabe zu liefern, geben die meisten Hersteller auch die mit dem Akku erreichbare Kilometerzahl an. Diese Angabe kann aber natürlich nur ein Durchschnittswert sein, da der Akkuverbruach von vielen Faktoren abhängt. Die übliche Reichweite bei E-Bikes ist irgendwo zwischen 80 und 200 angesiedelt. Häufig sind diese Richtwerte eher konservativ angeben. Das trifft vor allem auf die Akkus von Bosch zu.

Üblicherweise werden heutzutage nur noch Lithium-Ionen-Akkus in E-Bikes verbaut. Diese zeichnen sich vor allem durch ihre lange Haltbarkeit aus. Auch den bekannten Memory-Effekt älterer Akku-Typen gibt es beim Lithium-Ionen-Akku nicht mehr. Zudem sind diese Akkus denkbar einfach zu handhaben und lassen sich ganz normal am Stromnetz in der eigenen Wohnung aufladen.

Wie viel Berg geht mit einem Elektro Mountainbike wirklich?

Durch die zusätzliche Unterstützung des Motors, die das E MTB mitbringt, wird das Erklimmen von sehr langen oder auch extrem steilen Steigungen natürlich erheblich leichter. Steigungen von bis zu 19 % und mehr sind auf diese Weise mühelos bezwingbar.

Und mit der richtigen Technik wird auch das Anfahren am Berg zum Kinderspiel. Positionieren Sie Ihr Bike ungefähr in einem 45° Winkel zur Steigung. Der Bergseitige Fuß steht am Boden, während der Talseitige Fuß das Pedal in eine Ein-Uhr-Stellung bringt. Aus dieser Position heraus starten Sie den Anstieg. Wählen Sie dazu einen möglichst leichten Gang und schalten Sie, falls nötig, den Turbo-Modus hinzu.


Eignet sich für Pendler auch ein E Mtb?

Ein Elektro-Mountainbike eignet sich geradezu hervorragend für Pendler. Sie müssen nicht im Stau stehen und laufen nicht Gefahr aufgrund von Verspätungen des ÖPNV Zeit zu verlieren. Sie sind an der frischen Luft und sind körperlich aktiv. Andererseits müssen Sie aber dank des Motors nicht befürchten, dass Sie vollkommen verschwitzt bei der Arbeit erscheinen.

Im Stadtverkehr sollten Sie allerdings darauf achten, dass das Rad mit entsprechender Beleuchtung ausgerüstet werden muss, um verkehrssicher zu sein. Auch eine Aus- bzw. Nachrüstung von Schutzblechen ist ratsam, damit die Kleidung nicht schon auf dem Weg zur Arbeit verschmutzt. Außerdem super geeignet ist ein Klapprad von myvélo.

Was ist unser Fazit zu E-Mountainbikes?

Ein E Mountainbike ist eine gute Wahl sowohl für Anfänger und etwas weniger sportliche Menschen, die sich aber dennoch den Spaß an aufregenden Outdoor-Aktivitäten nicht entgehen lassen wollen. Durch die zusätzliche Kraft des Motors können Sie mühelos auch mit besser trainierten Bikern mithalten.

Aber auch für hartgesottene und langjährige MTB-Fans ist die E-Variante durchaus eine Überlegung wert. Nicht nur, weil ganz sicher jeder hin und wieder einen kleinen Zusatzschub gebrauchen kann, sondern auch wegen der stabilen Fahreigenschaften und des sehr robusten Designs dieser Räder.

Und auch für Berufspendler, bzw. Leute, die überwiegend im Stadtverkehr und auf befestigten wegen unterwegs sind, bietet die Produktpalette der E-Bikes die passenden Varianten. Es muss dann ja nicht unbedingt ein E-Bike Fully sein. Ein E-Bike Hardtail tut es auch. Damit man auch bei Nässe, gestreuten Straßen, oder wenn man doch mal einen Ausflug in die Natur machen will, nicht ins Schlingern gerät.