Juni 03, 2021 5 Minute(n) Lesezeit

In den letzten Jahren sind die Verkaufszahlen von E-Bikes deutlich gestiegen. Was anfänglich als leichter Trend begann, hat sich inzwischen zu einem ernst zunehmenden Fortbewegungsmittel entwickelt. E-Bikes bieten dieselbe Mobilität wie ein normales Fahrrad, erleichtern aber dennoch vieles. Ist man auf hügeligen Strecken unterwegs oder legt häufiger größere Distanzen zurück, dann ist ein Elektrofahrrad in jedem Fall von Vorteil - man spart viel Zeit und Kraft.

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Die Auswahl an E-Bikes auf dem Markt ist inzwischen riesig und bietet für jeden Bedarf etwas Passendes. Dabei gibt es natürlich teilweise große Unterschiede, wie Beispielsweise in der Montageart des eingebauten Elektromotors. Bei Modellen mit Mittelmotor befindet sich dieser über den Pedalen in der Mitte des Tretlagers. Dies wirkt sich positiv auf die Verlagerung des Gewichts auf, vor allem auch, weil der Fahrstil dem natürlichen Fahrradfahren besonders nahe kommt. Weiterhin sind E-Bikes mit Mittelmotoren nicht sonderlich anfällig für Störungen, was vor allem an den kurzen Kabeln liegt. Darüber hinaus ist bei E-Bikes mit Mittelmotoren häufig eine Rücktrittsbremse verbaut, die einen hohen Komfort beim Bremsen, hauptsächlich für ältere Menschen, bietet und sich leicht betätigen lässt.

Dennoch ist ein E-Bike Mittelmotor eine nicht zu unterschätzende Belastung für die Fahrradkette, weiterhin ist die Konstruktion des Rahmens relativ komplex. Reparaturen lassen sich nicht so leicht ohne Fachkenntnisse von selbst durchführen, wie es beispielsweise bei einem Frontmotor oder Hinterradnabenmotor der Fall ist. Ein E-Bike Mittelmotor ist zudem in der Anschaffung teurer als ein Modell mit einem Frontmotor oder Hinterradnabenmotor.


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Was den Mittelmotor bei einem E-Bike auszeichnet

Tretlagermotoren, die auch als Mittelmotoren bezeichnet werden, sind die am häufigsten eingebauten Antriebe bei einem Elektrofahrrad. Sie werden auf der Höhe des Tretlagers eingebaut und direkt in den Fahrradrahmen integriert. Durch diese Position wird ein niedriger Schwerpunkt erreicht, welcher für den Fahrer sehr angenehm ist. Zudem hat der Elektromotor auch einen positiven Einfluss auf den Bedienkomfort. Die ersten Hersteller, welche Mittelmotoren auf den Markt brachten, waren Panasonic und Yamaha. Mittlerweile haben zahlreiche Unternehmen nachgezogen und fortschrittliche Modelle auf den Markt gebracht. Dazu kommen vor allem Konzerne wie Bosch oder AEG, welche die aktuellen Marktführer sind.

Ein E-Bike Mittelmotor lässt sich entweder mit einer Ketten- oder Nabenschaltung kombinieren. Bislang wurden vor allem Ein-Gang-Getriebe verbaut, jedoch gibt es bei einigen elektrischen Mountainbikes auch Zwei-Gang-Getriebe. Sie arbeiten wie zwei Kettenblätter und sorgen für leichtere Übersetzungswerke für gebirgiges Gelände sowie für höhere Gangzahlen. Weiterhin lassen sich bei einem S-Pedelec auch Riemenantriebe, die als besonders wartungsarm gelten, sehr gut mit einem Mittelmotor kombinieren.

Trotz aller Vorteile gibt es jedoch auch zwei Aspekte, die Käufer bei einem E-Bike Mittelmotor berücksichtigen sollten: Einerseits sorgt der sehr spezielle Aufbau für höhere Produktionskosten und somit auch für einen teureren Kaufpreis. Andererseits "frisst" die Kombination aus Kette, Kassette und Kettenblatt einen Teil der Antriebsleistung, die unter Umständen deutlich spürbar ist.

 

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Die Vorteile eines E-Bikes mit Mittelmotor

  • Der Schwerpunkt befindet sich auf einem niedrigen Punkt mittig auf dem Rand
  • Es bleibt ein natürliches Fahrgefühl auf dem E-Bike erhalten
  • Viele Modelle verfügen über eine Rücktrittbremse oder können damit ausgestattet werden
  • Reparaturen gestalten sich nicht kompliziert
  • Die Fahreigenschaften mit dem Elektrofahrrad sind gut ausbalanciert

Ganz egal, ob City-, Trekking- oder Mountainbike - in den letzten Jahren werden mehr und mehr E-Bikes mit einem Mittelmotor ausgestattet. Grundsätzlich kann jeder E-Bike-Typ von der hervorragenden Gewichtsverteilung profitieren, welche durch den Einbau eines Mittelmotors erreicht wird. Die Fahreigenschaften sind äußerst ausgewogen und das Biken fühlt sich so natürlich an wie mit einem normalen Fahrrad ohne Motor. Auch E-Biker, die nicht ohne eine Rücktrittbremse fahren möchten, sollten sich für ein Modell mit Mittelmotor entscheiden, denn keine andere Antriebsart erlaubt die Kombination mit einem solchen Bremssystem.

Und sollte man doch einmal eine Reifenpanne mit seinem E-Bike haben, lässt sich der Platten genau wie bei einem normalen Fahrrad flicken - es ist nicht erforderlich, die Verkabelung zu entfernen.

Was ist ein Elektro-Citybike?

Bei E-Citybikes befindet sich das Oberrohr des Fahrradrahmens entweder in einer tiefer gelegten Position oder es ist erst gar nicht vorhanden. Citybikes sind für gewöhnlich mit einem hohen Lenker ausgestattet, was wiederum eine bequeme Sitzposition gewährleistet. Auch der Auf- und Abstieg gestaltet sich unkompliziert. Perfekt also, um flexibel mit dem Bike in der Stadt unterwegs sein zu können. Weiterhin sorgt der Mittelmotor dafür, dass sich der Schwerpunkt in der Mitte befindet, was dem Fahrer eine leichtere Kontrolle des Bikes ermöglicht. Weil das Citybike in der Regel über einen Gepäckträger verfügt, ist es weniger für längere Touren geeignet, sondern eher nur für kurze Ausflüge in die Stadt.

Was ist ein Elektro-Mountainbike?

Wer gerne in offenem Gelände unterwegs ist, sollte sich für ein E-Mountainbike entscheiden. Ihre einfache, aber effiziente Konstruktion ermöglicht ein gemütliches Berg auffahren mit der Unterstützung des Mittelmotors. Fährt man dagegen bergab, gewährleistet die Bauart ein hohes Maß an Sicherheit. Die Reifen eines E-Mountainbikes verfügen im Normalfall über ein relativ grobes Profil, welches wiederum einen guten Grip bietet. Unterschieden wird darüber hinaus zwischen E-Fullys und E-Hardtails. Letztere eignen sich nur für ebenes Gelände, während Fullys auch in hügeligem Terrain problemlos gefahren werden können.

Was ist ein Elektro-Trekkingrad?

Das E-Trekkingrad stellt eine gute Mischung zwischen einem Bike für den Alltag und einem sportlichen Begleiter für längere Touren dar. Mit einem solchen Rad, auf dem man in gestreckter Sitzposition wie auf einem Mountainbike sitzt, kann man problemlos auch längere Distanzen zurücklegen. Allerdings eignen sich Trekkingräder dank eines Gepäckträgers und Beleuchtung auch gut für den Einsatz in der Stadt. Der Mittelmotor sorgt auch hier für eine optimale Kontrolle, weiterhin gewährleistet das höhere Drehmoment am Hinterrad - wie der Hinterradnabenmotor - ein leichteres Bergauffahren. 

Ein Pedelec oder S-Pedelec mit Mittelmotor oder Hinterradnabenmotor ist sowohl für Damen als auch für Herren erhältlich. Des Weiteren gibt es Unisex-Bikes, die gleichermaßen von beiden Geschlechtern genutzt werden können.


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Informationen zur Schaltung beim E-Bike Mittelmotor oder Hinterradnabenmotor

Kann beim Elektrofahrrad mit Mittelmotor zwischen verschiedenen Schaltungen gewählt werden?

Weit verbreitet ist bei einem Pedelec oder S-Pedelec mit Hinterradnabenmotor oder Mittelmotor beispielsweise noch immer die klassische Kettenschaltung, bei der unter anderem Ritzel, Umwerfer und Zahnräder zum Einsatz kommen. Durch ihre hohe Präzision erlaubt die Schaltung eine relativ hohe Gangzahl, die sich insbesondere in Verbindung mit einem Mittelmotor als vorteilhaft erweist. Auf diese Weise lässt sich die volle Leistung des Motors voll ausnutzen. Die Kombination aus Kettenschaltung und Mittelmotor ist besonders gut für anspruchsvolle Biker geeignet, die vor allem im Gebirge unterwegs sind. Ein Nachteil ist allerdings, dass der Wartungsaufwand bei Kettenschaltungen höher ist als bei anderen Schaltungsarten.

Dem gegenüber steht die Nabenschaltung, welche über ein Planetengetriebe verfügt - dieses gewährleistet einen hohen Bedienkomfort. Es lässt sich auch dann schalten, wenn man die Pedale gar nicht erst betätigt. Allerdings gelangt diese Bauart in Kombination mit einem Mittelmotor schnell an ihre Grenzen oder kann sie sogar vollständig zerstören. Deshalb sind E-Bikes mit Mittelmotoren, die mit einer Nabenschaltung kombiniert werden, meist nicht so leistungsstark wie andere Modelle. Für die Nutzung im flachen Gelände und in der Stadt sind sie bestens geeignet, im Gebirge jedoch eher weniger.

Natürliches Fahrradfahren - mit dem Pedelec mit Mittelmotor

Handelt es sich beim Elektromotor eines E-Bikes um einen Mittelmotor, übt sich der Antrieb direkt auf die Kette des Bikes aus. Der Elektromotor selbst gibt die Unterstützung auf eine besonders natürliche Weise an das Pedelec weiter und vermittelt somit ein Gefühl, das dem Fahren eines normalen Fahrrads ohne Elektromotor sehr nahe kommt. Dies ist nur einer der vielen Gründe, warum sich mehr und mehr Biker für ein Pedelec oder S-Pedelec mit Mittelmotor entscheiden. Dennoch lohnt sich vor dem Kauf ein Vergleich verschiedener Modelle bei einem guten Fachhändler für E-Bikes.

Fabian Huber
Fabian Huber


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