Ein Belgischer Kreisel ist eine spezielle Fahrtechnik im Radsport, die hauptsächlich bei Zeitfahren oder in Fluchtgruppen eingesetzt wird, um die Geschwindigkeit hochzuhalten und gleichzeitig die Belastung gleichmäßig unter den Fahrern zu verteilen.
Ablauf des Belgischen Kreisels
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Zwei rotierende Reihen: Die Fahrer bewegen sich in zwei Linien – eine schnelle Reihe auf der Windseite (wo die Fahrer Führungsarbeit leisten) und eine langsamere Reihe auf der Windschattenseite (wo sich die Fahrer erholen).
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Ständiger Wechsel: Sobald ein Fahrer in der schnellen Reihe an die Spitze kommt, wechselt er sofort in die langsamere Reihe und lässt sich nach hinten fallen.
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Dynamik: Durch das kontinuierliche Kreisen der Fahrer bleibt das Tempo hoch, und niemand ist zu lange im Wind.
Vorteile des Belgischen Kreisels:
✔ Effiziente Kraftverteilung innerhalb einer Gruppe
✔ Höheres Durchschnittstempo als bei einer herkömmlichen Führungswechsel-Taktik
✔ Perfekt für Ausreißergruppen, um sich gegen das Hauptfeld zu behaupten
Allerdings erfordert der Belgischer Kreisel hohe Disziplin und gute Kommunikation, damit der Rhythmus nicht gestört wird. Besonders bei Seitenwind kann die Technik anspruchsvoll sein, da die Fahrer je nach Windrichtung präzise versetzt fahren müssen.